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Bindefristen beim Energieeinkauf schrumpfen auf wenige Stunden

Bindefristen
Je unruhiger die Energiemärkte, desto kürzer die Bindefristen beim Energieeinkauf. (Bild: Manuel Faba Ortega / iStock. Bearbeitung: Gerhard Großjohann)

Die Bindefristen im Blick haben: Energiepreisturbulenzen erfordern veränderte Einkaufspraxis

„Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft und Gewerbebetriebe, die in der aktuellen Marktsituation Strom und Gas beschaffen möchten oder müssen, sollten das per Ausschreibung tun“, empfiehlt Simone Stark, Inhaberin des unabhängigen Energieauktionsportals SCABU.de. „Das ist nach wie vor der sicherste Weg, echte Marktpreise zu erhalten.“ Allerdings funktionieren Ausschreibungen nicht mehr wie vor der Energiepreisexplosion diesen Herbst. Die Bindefristen im Markt sind auf wenige Stunden geschrumpft – wenn überhaupt noch Angebote abgegeben werden. „Je kürzer die Bindefrist, die Käufer den bietenden Lieferanten einräumen können, desto besser die Chance auf einen Deal und den bestmöglichen Preis“, so Simone Stark.

„Öffentlich auszuschreiben ist und bleibt der Königsweg“

Die SCABU-Managerin bleibt bei ihrer > Empfehlung für Kunden, aktuell von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und die Mengen neu auszuschreiben, wenn Lieferanten Preissteigerungen für laufende Bezugsverträge ankündigen. Das gelte auch für alle Unternehmen, die ohnehin fürs nächste Jahr Energie einkaufen müssen und unsicher sind, welche Strategie in der aktuellen Situation die beste ist. „Günstigere Preise als bei einer öffentlichen Auktion auf einem Portal mit hoher Liquidität kann man nicht bekommen“, sagt Simone Stark. „Eine Ausschreibung ist und bleibt der Königsweg zu den bestmöglichen Preisen.“

„Bindefristen von maximal drei bis vier Stunden“

Allerdings braucht man beim Energieeinkauf via Auktionsportal aktuell gute Nerven. Denn es kann passieren, dass kein Lieferant ein Angebot abgibt und die Auktion ins Leere läuft. Die geschieht meist dann, wenn man als Käufer mit den üblichen Bindefristen arbeitet. „Kein Energielieferant lässt sich in der gegenwärtigen Situation auf drei oder vier Tage Bindefrist ein“, erläutert Simone Stark. „Das Risiko, die Energie für den angebotenen Preis nicht beschaffen zu können, ist für die Energielieferanten im aktuell hochvolatilen Markt viel zu hoch. Aktuell können sich die Energiepreise innerhalb von Minuten ändern. Deshalb gilt: Mehr als drei bis vier Stunden Bindefrist sollten es nicht sein. Je kürzer desto besser.“

Wenn eine Auktion ohne Bieter bleibt, sei dies aber kein Problem, beruhigt Simone Stark. „Man kann es einfach erneut probieren. Für Energiekäufer ist die Ausschreibung ohnehin kostenlos. Sie können die Bindefrist verkürzen und auf eine weniger turbulente Marktphase hoffen. Unsere Erfahrung ist: Irgendwann klappt es.“ Dass sich an der aktuellen Situation kurzfristig etwas ändert, glaubt Simone Stark nicht. „Die Turbulenzen auf den Energiemärkten werden uns noch bis weit ins nächste Jahr begleiten.“

Nur Back-to-back-Beschaffer bieten auf SCABU mit

Eine andere aktuell verstärkt auftretende Gefahr müssen Unternehmen, die via SCABU Energie beschaffen, nicht fürchten: dass ihr aktueller Energielieferant alle Verträge kündigt und insolvent wird, sodass der örtliche Grundversorger ggf. zu teuren Konditionen übernimmt. „Alle privaten Lieferanten, die aktuell das Handtuch werfen müssen, haben spekuliert, dass sie Strom und Gas unter Kundenangebotspreis würden einkaufen können. Diese Unternehmen haben es unterlassen, bei Vertragsabschluss die kontrahierte Energiemenge ihrerseits zu beschaffen. Bei den Energielieferanten, die auf SCABU.de mitbieten, ist das anders. Es handelt sich ausschließlich um von uns geprüfte, namhafte und seriöse Energievertriebe, die bei Industrie- und Gewerbekunden grundsätzlich Back to Back beschaffen und ihre vertraglichen Verpflichtungen einhalten können.“

SCABU

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