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Neue Umfrage zum Wind-Gipfel der Bundesregierung: Anwohner zeigen hohe Akzeptanz für Windkraftanlagen in ihrer Umgebung

Windenergie
„Die Windenergie vor Ort akzeptieren die Menschen deutlich stärker, als die öffentliche Debatte vortäuscht“, sagt Sönke Tangermann von Greenpeace Energy. (Bild: Free-Photos / Pixabay)

86 % der Menschen, die in Nähe einer Windkraftanlage oder eines Windparks leben, fühlen sich laut Umfrage „kaum“ oder „gar nicht“ durch die Anlagen gestört

Eine große Mehrheit von Bundesbürgern, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, fühlt sich von diesen kaum oder gar nicht negativ beeinträchtigt. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Ende August im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy durchführte. Danach gab jeder Dritte der insgesamt 1.010 Befragten an, in der Nähe einer Windkraftanlage oder eines Windparks zu leben. 86 % dieser Betroffenen fühlen sich laut Umfrage „kaum“ oder „gar nicht“ durch die Anlagen gestört. „Die Windenergie vor Ort akzeptieren die Menschen deutlich stärker, als die öffentliche Debatte vortäuscht“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Die Energiegenossenschaft fordert von der Bundesregierung, dies mit zu berücksichtigen, wenn sie heute Branchenvertreter und Ausbau-Gegner zum Windkraft-Gipfel nach Berlin lädt.

„Gerade dort, wo die Menschen mit überdurchschnittlich vielen Windkraftanlagen leben, ist die Zustimmung besonders hoch“, sagt Sönke Tangermann. So geben in den nordwestdeutschen Bundesländern mit dem dort sehr hohen Ausbaugrad der Windenergie sogar 98 % der Befragten an, dass Anlagen in ihrer Nähe sie entweder „kaum“ oder „gar nicht“ stören. Die Auswertung zeigt zudem, dass auch bei Bürgern aus eher ländlichen Regionen eine positive Einstellung zur Windkraft vorherrscht. „Die Behauptung von Windkraft-Gegnern, die große Mehrheit der Landbevölkerung litte unter dem Ausbau der Erneuerbaren, widerlegen die Ergebnisse klar“, sagt Sönke Tangermann.

Windenergie hat in Deutschland ein überwiegend positives Image

Unter allen bundesweit Befragten sehen 80 % den Ausbau der Windenergie in Deutschland allgemein als „eher positiv“ oder sogar „sehr positiv“ an. Diese Einstellung zieht sich quer durch alle politischen Lager: Selbst eine deutliche Mehrheit von Anhängern windkraftkritischer Parteien wie FDP oder AfD gaben an, den Ausbau dieser Energieerzeugungsart zu befürworten. „Der Großteil der Bevölkerung hat erkannt: Energiewende und Klimaschutz sind ohne konsequenten Ausbau der Windkraft schlichtweg nicht möglich“, so Tangermann.

Die Bundesbürger haben zudem offenbar klare Vorstellungen, wie die Akzeptanz der Windenergie an Land noch weiter gesteigert werden könnte: 79 % aller Befragten wünschen sich, als Anwohner in die Planung von Windenergieprojekten einbezogen zu werden. Ebenso viele sprechen sich für die Möglichkeit aus, günstigen Strom aus den Anlagen in ihrer Nähe zu beziehen. 64 % sehen eine Beteiligung am wirtschaftlichen Gewinn der der Windparks als akzeptanzfördernd an.

Die komplette Auswertung der Umfrage sowie eine Pressegrafik zum Download finden Sie unter www.greenpeace-energy.de/presse.html.

Über Greenpeace Energy:
Entstanden aus einer Kampagne der Umweltschutzorganisation Greenpeace engagieren wir uns seit 1999 aus tiefster Überzeugung für eine Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbarer Energien. Als bundesweit aktive Energiegenossenschaft in der Hand von rund 26.500 Mitgliedern versorgen wir heute mehr als 165.000 Kundinnen und Kunden mit Ökostrom und dem innovativem Gasprodukt proWindgas. Unser Ziel ist es, die Energiewende konsequent und entschieden voranzutreiben. Dafür investieren wir kontinuierlich in neue, saubere Kraftwerke. Als politischer Energieversorger bringen wir uns darüber hinaus in öffentliche Debatten und Gesetzgebungsverfahren ein – mit wissenschaftlichen Studien und unserer Medienarbeit, in offiziellen Anhörungen oder im Rahmen von Protestaktionen.

 

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