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Stefanie Hamm: „Alle sind wieder versöhnt und freuen sich auf die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte E-world“

Stefanie Hamm
Stefanie Hamm, Geschäftsführerin der E-world energy & water GmbH: „Die aktuellen Anmeldezahlen stellen uns sehr zufrieden." (Bild: Udo Geissler)

Stefanie Hamm: „Nachfrage wieder auf Vor-Corona-Niveau“

Stefanie HammIn einer Woche startet die >E-world energy & water 2023, laut eigener Aussage „Europas Leitmesse der Energiewirtschaft“. Die Lust auf Messeluft scheint zurückgekehrt zu sein, nachdem Corona zwischenzeitlich alles zum Stillstand gebracht hatte. Stefanie Hamm, Geschäftsführerin der E-world energy & water GmbH, bestätigt dies im Interview mit energie.blog.

e.b: Wir haben schwierige Jahre hinter uns. Für Sie als Messeveranstalter gilt das insbesondere. Ist 2023 das Jahr, in dem Sie wieder normales Fahrwasser erreichen? Wie fühlt es sich für Sie diesmal an?

Hamm: Wir sind sehr glücklich, 2022 eine erfolgreiche E-world auf die Beine gestellt zu haben. Während die Auswirkungen der Pandemie im vergangenen Jahr jedoch stellenweise noch in Form von Reisebeschränkungen spürbar waren, ist die Nachfrage jetzt wieder auf Vor-Corona-Niveau. Hinzu kommt, dass wir im Gegensatz zum letzten Jahr in der gesamten Vorbereitungszeit wussten, dass Messen möglich sind. So konnten wir für alle Beteiligten eine sehr geordnete Messevorbereitung sicherstellen. Diese Gewissheit hat unseren Ausstellern und uns die Planung erleichtert, und das fühlt sich sehr gut an.

„Mussten unter schwierigen Bedingungen agieren“

e.b: Das Hin und Her um Absagen und Verschieben der Messe in den Corona-Jahren hat einige Aussteller verärgert. Ist das inzwischen alles vergeben und vergessen – oder wirkt das bei einigen Unternehmen noch nach? Jens Spahn hat ja den berühmten Satz gesagt: „Wir werden uns viel zu verzeihen haben.“ Ziehen Sie sich diesen Schuh an?

Hamm: Die zwei Corona-Jahre waren für uns und unsere Aussteller eine riesige Herausforderung und Belastung. Die Energie- und die Messebranche waren in besonderem Maße betroffen und mussten unter schwierigen Bedingungen agieren. Das hat nicht immer zu 100 % perfekt geklappt, doch diese Phase liegt nun glücklicherweise hinter uns. Inzwischen sind alle Seiten wieder miteinander versöhnt und freuen sich auf die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte E-world.

Stefanie Hamm

Messe-Geschehen auf der E-world 2022. (Bild: Schuchrat Kurbanov)

e.b: Wo wird sich die 23er E-world-Auflage voraussichtlich im Ranking der Aussteller- und Besucherzahlen früherer Veranstaltungen einpendeln. Schon wieder in der Spitzengruppe oder gar ganz vorn? Welche Faktoren beeinflussen die Zahlen heute?

Hamm: Die aktuellen Anmeldezahlen stellen uns sehr zufrieden. Wir sind auf dem besten Weg, an die Zahlen von 2020 anzuschließen, und rechnen mit rund 800 Ausstellern in diesem Jahr. Ob alle Aussteller zur diesjährigen E-world kommen können, die kommen wollen, hängt derzeit überwiegend an den Faktoren Fachkräftemangel und Zeit. Personalmangel beschäftigt die gesamte Branche. Gleichzeitig ist der Mai stark durch andere Veranstaltungen besetzt und unsere Aussteller müssen zahlreiche Termine und Verpflichtungen wahrnehmen. Deshalb freuen wir uns sehr, ab 2024 wieder auf unseren klassischen Termin im Februar zu wechseln.

„Starke Dynamik durch die Wärmewende“

e.b: Welchen Einfluss haben die aktuellen energiepolitischen Ereignisse und Entscheidungen auf die Inhalte der Messe und das Interesse daran? In welchen Themenbereichen sehen Sie starke Dynamik?

Hamm: Starke Dynamik sehen wir aktuell auf dem Wärmemarkt und bei der Ausgestaltung der Wärmewende, an der zahlreiche unserer Aussteller maßgeblich beteiligt sind. Auch die Themen Versorgungssicherheit und Wasserstoff haben eine neue Fokussierung erfahren, die sich im Angebot der Messe widerspiegelt. Die gesamtgesellschaftliche Relevanz und Aktualität dieser Themen zeigt sich besonders im breiten Interesse von Fach- wie auch Tagespresse.

e.b: Was hat Sie bewogen, mit der E-world 2024 auf den Veranstaltungsplatz im Februar zurückzukehren?

Hamm: Die Branche kennt und schätzt die E-world als traditionelles Jahresauftaktreffen. Für viele unserer Aussteller ist die E-world im Februar eine feste Größe in ihrem Terminkalender. Hier präsentieren sie ihre Neuheiten und starten in das neue Vertriebsjahr. Entsprechend wurde die Rückkehr in den Februar allseits begrüßt, und die Rückmeldungen aus unserem Kundenkreis waren durchweg positiv.

„Anknüpfen, wo wir 2020 aufgehört haben“

e.b: Was möchten Sie am Donnerstag, 25. Mai 2023, um 17.00 Uhr in Ihrem E-world-Resümee sagen können?

Hamm: Ich bin heute schon zuversichtlich, dass wir mit der E-world 2023 wieder dort anknüpfen können, wo wir 2020 aufgehört haben. Daher bin ich sicher, dass ich am Abend des letzten Messetages auf eine erfolgreiche Veranstaltung mit guter Stimmung zurückblicken werde. Und damit sind wir bestens aufgestellt, um in nur neun Monaten eine E-world 2024 an den Start zu bringen, die für die Branche einen perfekten Jahresauftakt darstellt.

e.b: Frau Hamm, vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview wurde schriftlich durchgeführt.

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