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Rückenwind für Kleinwindanlagen: Flower Turbines widerlegen alte Vorurteile

Kleinwindanlagen
Aufstellungsbeispiel für die Kleinwindanlagen von Flower-Turbines: Stromerzeugung auf einer Verkehrsinsel. (Bilder: Flower Turbines)

Kleinwindanlagen eröffnen neue Horizonte für die Energiewende

Kleinwindanlagen spielen in der Energiewende hierzulande bislang eine kleine Nebenrolle. Ein technisches Konzept wie jenes der Windtulpen von Flower Turbines könnte dies ändern. Die Anlagen sind ab einen Höhe von 1 m verfügbar, arbeiten nahezu geräuschlos und erzeugen bei Windgeschwindigkeiten ab 1,2 m/s Strom – unabhängig von der Windrichtung. In der Technologie schlummert großes Potenzial.

Die Kleinwindanlage besteht aus zwei länglich geformten Blättern, die an einer horizontalen Spindel als sich gegenseitig überlappende Halbkreise befestigt sind. Äußerlich erinnert der Anblick an eine Tulpe. In ihrem speziellen Design liegt auch das Geheimnis, dass sie die Gegensätze Geräuscharmut und hohe Wirkungsgrade unter einen Hut bringt. Der auf das erste Blatt treffende Wind wird in der Anlage umgelenkt und überträgt seine Kraft auf das zweite Blatt. Spezielle, horizontal angebrachte Rippen auf den Flügeln sorgen dafür, dass die Turbulenzen verringert und der Wirkungsgrad erhöht werden.

In Gruppen installiert, ist die Stromausbeute besonders groß

Anders als klassische Windenergieanlagen, die sich durch Luftwirbel gegenseitig stören, schaffen es die Flower Tulips, eng zusammenstehend eine hohe Stromausbeute zu erzielen. Wenn die Turbinen in einem bestimmten Abstand zueinander aufgestellt werden, entsteht laut Hersteller ein Cluster-Effekt. Dieser bewirkt, dass benachbarte Turbinen 20-50 % mehr Leistung bringen. Als weiterer Pluspunkt schlägt die Umweltverträglichkeit der Windtulpen zu Buche. Sie verursachen keine stärkeren Geräusche als der Wind selbst. Andererseits können Vögel die Anlagen leicht sehen und ihnen ausweichen. Die Kleinwindanlagen können farblich individuell gestaltet werden.

Flower Turbines BV in Rotterdam, zuständig für den europäischen Markt, bietet die Windtulpen in drei Größen an. Das kleinste Modell ist einen Meter hoch, wiegt 50 kg und hat eine Nominalerzeugungsleistung von 300 Watt. Das mittelgroße Modell verfügt über die Maße 2,8 Meter, 175 kg und 1.000 Watt. Die große Anlage bringt 6 Meter, 1.000 kg und 3 bzw. 5 kW an den Start. Man kann die Kleinwindanlagen im Garten, auf dem Eigenheim, auf Firmengebäuden oder sonstigen Flächen installieren. Die Spanne der potenziellen jährlichen Stromausbeute reicht von 250 kWh bis zu 12.000 kWh.

Kleinwindanlagen

So könnte eine Dachmontage der Flower Turbines aussehen.

„Wir haben uns mit den Problemen befasst, die Kleinwind davon abhalten, einer der wichtigsten weltweiten Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien zu sein“, sagt Flower Turbines-Geschäftsführer Dr. Daniel Farb. „Unsere patentierten Technologien versetzen uns in die einzigartige Lage, eine große und wichtige Rolle bei der Energiewende zu spielen.“

Flower Turbines liefern demnächst beispielsweise im Rotterdamer Hafen einen Beitrag zur Energiewende. Eine Windtulpe wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2021 nachhaltigen Strom für verschiedene Einsatzzwecke im Hafen produzieren. Weitere Infos > hier.

www.flowerturbines.com

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