Siemens baut eine 6-MW-Anlage zur Wasserstofferzeugung in Wunsiedel. Sie soll ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Anlage kann in der ersten Ausbauphase über 900 t/a Wasserstoff bereitstellen, im Vollausbau sind bis zu 2.000 Tonnen möglich. Spatenstich ist für Ende dieses Jahres geplant und die Inbetriebnahme Ende 2021 vorgesehen.
Was tun, wenn die Biomasse-Förderung ausläuft? Der überwiegende Teil der Biogas-Anlagenbetreiber steht vor dieser existentiellen Frage. Grünes Gas bietet großes Dekarbonisierungspotenzial im Rahmen der Energiewende. Sogar der Verkauf von der Biomethan an der eigenen Hoftankstelle erscheint realistisch. Die Industrie arbeitet an Lösungen, wie auf der Messe EnergyDecentral zu sehen sein wird.
Durch die Kooperation von Agrarservice Lass (ASL) und Alpiq profitieren Landwirte mit leistungsfähigen Biogasanlagen künftig von einem garantierten Festpreis pro Kilowattstunde (kWh) Strom. Zuerst prüft ASL, Spezialist für regenerative Speicherkraftwerke, ob die Biogasanlage in ein flexibles Speicherkraftwerk umgerüstet werden kann. Danach vermarktet Energiehändler Alpiq den Biogas-Strom.
Die Universität Hohenheim, der renergie Allgäu e. V. und der Maschinenbauer Hochland Natec GmbH prüfen die ökonomische Machbarkeit einer Standard-Biogaskleinanlage zur Güllevergärung. Sie soll für Betriebe in Frage kommen, für die sich eine Biogasanlage bislang aufgrund zu geringer Güllemengen nicht lohnte. Ab 150 Großvieheinheiten soll sich die Anlage rentieren.
Die Verknüpfung von Submetering und Smart Metering bietet insbesondere der Wohnungswirtschaft viele Vorteile. Die Kalorimeta GmbH, ein Unternehmen der noventic group, führt beide Disziplinen intelligent zusammen und stellt digitale Lösungsangebote für die nutzerbezogene Heiz- und Wasserkostenabrechnung in Mehrparteienhäusern sowie weitere attraktive Mehrwertdienste vor.
Was tun, wenn das Hausdach mit einer Photovoltaikanlage belegt ist, nun aber ein Elektroauto angeschafft werden soll, für das mehr PV-Leistung benötigt wird? Der Erfurter Klaus Mayer ließ sich auf seine Garage eine zusätzliche PV-Anlage bauen. PV-Hochleistungsmodule von Panasonic bieten weitere knapp 3 kW Erzeugungsleistung. Ein Stromspeicher dient als Puffer.
„Wir haben aktuell in Deutschland die teuersten Strompreise in Europa“, sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer des Heiz- und Wärmetechnikunternehmens Stiebel Eltron. Das liegt maßgeblich an 17 Cent staatlichen Abgaben pro Kilowattstunde. Der hohe Strompreis bremst aber den Einsatz von Wärmepumpen, einer Heizung, die elektrisch angetrieben wird und erneuerbare Umweltenergie nutzbar macht.
Das weltweit erste Schachtkraftwerk, das seit Jahresanfang in Großweil im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Betrieb ist, hat die erste Million Kilowattstunden CO2-freien Strom produziert. Der von einem Team der TU München entwickelte neue Kraftwerkstyp kann die Akzeptanz der Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhen, da er Fische von den Turbinen fernhält.
Die Experten der Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little haben im Zuge einer aktuellen Analyse mehrere Szenarien zur energetischen Versorgung von Fahrzeugen in Deutschland entwickelt. Sie kommen zum Ergebnis, dass mithilfe von Solarzellen gewonnener Wasserstoff, welcher aus sonnenreichen Gebieten - etwa aus Afrika - importiert wird, in puncto Energieeffizienz durchaus konkurrenzfähig ist. Damit treten bei der strategischen Bewertung von Wasserstoff Kriterien wie Kosten und Anwendungsfreundlichkeit in den Vordergrund.
Siemens Smart Infrastructure und Partner Fluence wurden vom portugiesischen Energieanbieter EDA – Electricidade dos Açores mit dem Bau eines Energiespeichersystems auf der Azoren-Insel Terceira beauftragt. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Batteriespeicher- und ein intelligentes Microgrid-Managementsystem. Das Energiewende-Projekt soll die Insel ab 2021 nachhaltiger gestalten.
Mit der Smartphone-App NAVA macht Mettenmeier die Einmessung von Hausanschlüssen zum Kinderspiel. Monteure können den Hausanschluss direkt nach der Leitungsverlegung einmessen, Fotos machen und den Graben rasch wieder schließen. Vorteil für den Netzbetreiber: Die Einmessung liegt sofort vollständig digital vor, bis hin zur vollständigen und korrekten Dokumentation im Geografischen Informationssystem.
Im Diskurs um die Digitalisierung des Messwesens und der Energiewirtschaft plädiert Bouke Stoffelsma, Vorstand der Hausheld AG, für ein flächendeckendes Ausrollen intelligenter Messsysteme. Sein Unternehmen bietet dafür die technische Lösung. Im Interview mit energie.blog erläutert Stoffelsma, warum der Voll-Rollout wirtschaftlich, prozessual und strategisch vorteilhaft ist.