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Ladesäule via CLS-Kanal des Smart Meter Gateways mit Backend-Infrastruktur verbunden

Ladesäule

Die ABL-Ladesäule eMC3 auf dem TEAG Campus wurde erfolgreich an das Smart Meter Gateway von PPC angebunden. (Bild: TEAG)

TMZ, PPC und Robotron stellen zukunftsfähig angebundene Ladesäule vor

Auf dem Campus der TEAG Thüringer Energie AG in Erfurt erprobt die Tochtergesellschaft Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH (TMZ) innovative Lösungen für energiewirtschaftliche Anwendungsfälle. In erster Linie wird dort das intelligente Messsystem für netzdienliches Last- und Einspeisemanagement und die Steuerung im Smart Grid auf Herz und Nieren getestet. Bei der Umsetzung setzt der Full-Service-Dienstleister im Bereich Messwesen u. a. auf Technik und Know-how von PPC und der Robotron Datenbank-Software GmbH. So werden zur Kommunikationsanbindung der Ladesäule das Smart Meter Gateway sowie das CLS Gateway von PPC einschließlich des Robotron Communication Server on Edge (RCSoE) genutzt. Außerdem sind verschiedene Komponenten des Robotron-IoTHub4Utillities und die Gateway-Administrationssoftware von Robotron im Einsatz.

Erste Ladesäule in Betrieb

Mitte April wurde im Rahmen des Projektes „Implementierung intelligentes Systemmanagement“ auf dem Campus-Parkplatz die erste Ladesäule des Herstellers ABL erfolgreich an ein intelligentes Messsystem angebunden. Dabei kommuniziert die Ladesäule über den sicheren CLS-Kanal des Smart Meter Gateways mit der Backend-Infrastruktur. Hierfür wurde auf der CLS Hardwareplattform von PPC die Robotron-Software RCSoE implementiert. Diese übernimmt die bidirektionale Kommunikation zwischen Ladesäule und dem Backend-System für eine intelligente Steuerung.

Elektrofahrzeug-Nutzer und Netzbetreiber profitieren

Jörn Lutze, Geschäftsführer der TMZ: „Technisch ist damit die Grundlage geschaffen, um die Anforderungen aus der Digitalisierung der Energiewende und dem Ausbau der Elektromobilität netzdienlich und zukunftsträchtig in Einklang zu bringen. So können beispielsweise Ladevorgänge für Elektroautos zu den Zeiten erfolgen, an denen bei Nutzung eines variablen Tarifs der Strom sehr günstig ist. Gleichzeitig erfolgt eine Entlastung des Stromnetzes. Sowohl Elektrofahrzeug-Nutzer als auch Netzbetreiber profitieren.“ Die Ladesäule wird von den Mitarbeitern der TEAG intensiv genutzt. Weitere Ladestationen werden im Laufe des Jahres folgen.

Ingo Schönberg, Vorstand der PPC, ist zufrieden: „Als Schnittstelle zwischen nachhaltiger Elektromobilität und Energiewirtschaft hat unser Smart Meter Gateway seine Interoperabilität und Praxistauglichkeit in Erfurt erneut unter Beweis gestellt.“

Dr. Christian Hofmann, Fachbereichsleiter Messwesen Robotron, ergänzt: „Die auf dem Campus geschaffene Lösung ermöglicht langfristig weitere Mehrwerte rund um das Thema Ladeinfrastruktur unter Verwendung der sicheren Infrastruktur des Smart Meter Gateways. Damit können wir einen wesentlichen Beitrag für die Mobilität in der Stadt von morgen leisten.“

OCPP im Einsatz

Bei der technischen Anbindung der Ladesäule setzen die Partner auf das „Open Charge Point Protocol“ (OCPP). Das herstellerneutrale und lizenzfreie Protokoll hat sich bereits international als Standard für das Laden von Elektroautos etabliert. Im Gegensatz zu proprietären Protokollen bietet OCPP zahlreiche Vorteile in der vollumfänglichen Kommunikationsintegration von Ladetechnik.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit PPC und Robotron erstmals die Anbindung einer Ladesäule über den CLS Kanal des intelligenten Messsystems per OCPP umgesetzt haben und so eine praxistaugliche Lösung für zukunftssichere Ladeinfrastruktur demonstrieren können“, erläutert Sebastian Gruner, Fachgebietsleiter Messstellensteuerung bei der TMZ. Die Lösung ermöglicht es der TMZ, alle relevanten Daten der Anlagen zur weiteren Auswertung bereitzustellen. So können die Daten z.B. im Backend kontinuierlich mit den aktuellen Netzzustandswerten abgeglichen werden, um Aufschluss über die Auslastung der Verteilnetze zu erlangen. Nur so können Lasten wie Elektroautos gezielt ausgesteuert werden, um das Stromnetz stabil zu halten. Wenn die Potenziale richtig genutzt werden, könnten Elektroautos perspektivisch als flexible Stromspeicher dienen.

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