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Die eignene Photovoltaik-Anlage checken – damit lässt sich in der Corona-Krise freie Zeit sinnvoll nutzen

Photovoltaik-Anlage
Photovoltaik-Anlagen sind sehr wartungsarm. Bei Anlagen, die schon länger in Betrieb sind, ist es ratsam, hin und wieder eine Sichtkontrolle durchzuführen. (Bild: Panasonic Solar / Heike Rost)

Um die Zeit in der Corona-Krise zu nutzen, bietet sich die Wartung der heimischen Photovoltaik-Anlage an. Panasonic Solar gibt Tipps für einfache Maßnahmen, die Nicht-Fachleute selbst durchführen können

Ausgangsbeschränkungen, Home Office und nun auch noch Ferien ohne Ausflüge und Reisen, da kann die Zeit schon mal lang werden. Eine Tätigkeit für die vielen freien Stunden während der Corona-Krise steht wahrscheinlich noch nicht auf der To-do-Liste: sich wieder einmal mit seiner Photovoltaik-Anlage zu beschäftigen. „Solarstromanlagen sind sehr wartungsarm, aber nicht wartungsfrei“, sagt Andreas Thoma, der bei Panasonic Solar, Hersteller der Hochleistungsmodule HIT, das Business Development in der D-A-CH-Region verantwortet. „Neue Anlagen haben normalerweise keine Probleme. Dafür verdienen Photovoltaik-Anlagen, die schon länger in Betrieb sind, etwas mehr Aufmerksamkeit.“ Gerade im Frühjahr bietet es sich an, mal wieder einen Blick auf die Anlage zu werfen. Zwar gilt: Je größer die PV-Anlage, desto höher ist der Wartungsaufwand. Aber auch bei kleinen Hausdachanlagen empfiehlt es sich, die Module auf dem Dach, aber auch die Wechselrichter im Keller oder Technikraum hin und wieder in Augenschein zu nehmen. Einiges können Anlagenbetreiber auch selbst tun.

Grundsätzlich gilt: Von der Elektrik sollten Nicht-Fachleute die Finger lassen. Zum Beispiel beim Wechselrichter. Der Schrank darf wegen der hohen Gerätespannung auf keinen Fall geöffnet werden. Außerdem führen nicht erlaubte Tätigkeiten an der Anlage zum Verlust der Garantie.

Sichtkontrolle von Photovoltaik-Modulen und Gestellen

Doch zunächst zu den Solarstrommodulen auf dem Dach. Durch den Pollenflug im Frühjahr kommt es in diesen Monaten zu stärkeren Ablagerungen auf den Modulen. „Die waschen sich aber in der Regel durch den nächsten Regen ab“, sagt Thoma. Anlagenbetreiber können trotzdem in einer Sichtkontrolle schauen, ob es hartnäckige Verschmutzungen auf den Modulen gibt, zum Beispiel durch angetrockneten Vogelkot. Dadurch entstehende Mikroverschattungen können den Solarstromertrag beeinträchtigen.

Vielleicht entdecken sie bei der Gelegenheit auch Schäden an den Modulen, die in den Wintermonaten durch Sturm oder Hagel entstanden sind. Auch nach losen Kabeln oder Schmutz an den Kanten der quer verbauten Gestelle können Anlagenbetreiber Ausschau halten.

„Auf keinen Fall sollten sie auf die Module steigen und versuchen, selber zu reinigen oder zu reparieren“, betont Andreas Thoma von Panasonic. „Lieber sollten sie sich mit ihrem Installateur beratschlagen, was zur Reinigung oder Ausbesserung sinnvoll ist oder einen auf die Reinigung von PV-Anlagen spezialisierten Fachbetrieb kontaktieren.“ Oder zumindest die Pflegetipps in der Bedienungsanleitung lesen.

Zudem können Anlagenbetreiber überprüfen, ob in der Zwischenzeit Bäume vom eigenen oder Nachbar-Grundstück so hoch gewachsen sind, dass sie Module zu lange verschatten. Auch das könnte zu nicht eingeplanten Ertragsverlusten führen.

Alles okay beim Wechselrichter?

Der nächste Gang führt zum Wechselrichter. Für die Stromwandler gilt: Je reiner, trockener und kühler die Umgebung, desto niedriger ist der Wartungsaufwand. Durch zu viel Staub und Schmutz läuft die Kühlung heiß. Im Extremfall regelt sie sich herunter und der Wechselrichter bringt weniger Leistung. Das ist aber vor allem an Einsatzorten wie in der Landwirtschaft ein Problem, zum Beispiel durch den Erntestaub. „In Garagen und Kellern von Einfamilienhäusern kann es aber vorkommen, dass sich in den Monaten und Jahren so viel angesammelt hat, dass der Wechselrichter durch Gegenstände zugestellt ist und deshalb schlechter belüftet wird. Dann heißt es, Platz um den Wechselrichter schaffen.“ Staub oder Spinnenweben am Wechselrichter können mit dem Staubsauger vom geschlossenen Gerät entfernt werden.

Bei der Gelegenheit lohnt es sich zu überlegen, ob nicht noch Platz für einen Batteriespeicher ist. Und wie überhaupt die Pläne für die Zukunft sind. Ist die Anschaffung eines Elektroautos geplant? Dann könnte auch die Erweiterung der Photovoltaik-Anlage sinnvoll sein, um den Akku mit Solarstrom vom eigenen Dach zu laden. Und ein Speichersystem mit Notstromversorgung bietet Schutz vor Stromausfall.

Die Freude nicht vergessen

Last but not least können Anlagenbetreiber sich ihr Monitoring einmal wieder anschauen. „Da kommt die Freude aus der Zeit der Inbetriebnahme wieder auf, gerade, wenn jetzt im Frühjahr die Solarstromerträge durch den Sonnenschein wieder steigen“, sagt Thoma. Nicht zu vergessen: Die Ersparnisse durch den Eigenverbrauch von Solarstrom und Einnahmen aus der EEG-Vergütung helfen auch finanziell durch Krisenzeiten.

Über Panasonic
Die Panasonic Corporation gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung unterschiedlichster elektronischer Technologien und Lösungen für Kunden in den Bereichen Consumer Electronics, Housing, Automotive und B2B-Lösungen. 2018 feierte das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Panasonic unterhält weltweit 582 Tochtergesellschaften und 87 Beteiligungsunternehmen. In dem Geschäftsjahr, das am 31. März 2019 endete, erzielte das Unternehmen einen konsolidierten Netto-Umsatz von 72,10 Milliarden US$. Mit dem Ziel, durch Innovationen über die Grenzen der einzelnen Geschäftsbereiche hinweg neue Werte zu schaffen, nutzt Panasonic seine Technologien, um ein besseres Leben und eine bessere Welt für seine Kunden zu schaffen. Weitere Informationen über das Unternehmen sowie die Marke Panasonic finden Sie unter: http://www.panasonic.com/global 

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