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BMWK fördert Einsatz der CO2-Monitoring-Software von Cozero bei Unternehmen durch Übernahme von bis zu 60 % der förderfähigen Kosten

CO2-Monitoring
Helen Tacke, Gründerin von Cozero. Die CO2-Monitoring-Software ihres Startups ermöglicht Unternehmen eine effektive Dekarbonisierung. (Bild: Cozero)

CO₂-Monitoring legt Basis für die Dekarbonisierung

Der Einsatz der CO2-Monitoring-Software vom Berliner Climate Tech-Startup Cozero wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bis zu 60 % gefördert. Mit der Anwendung können Unternehmen ihre CO2-Emissionen bilanzieren und reduzieren. Damit treibt Cozero den ökologischen Umbau der deutschen Wirtschaft voran.

Helen Tacke, Gründerin und Geschäftsführerin von Cozero: „Cozero vereint die wichtigsten zwei aktuellen gesellschaftspolitischen Ziele: Ökologie und Digitalisierung. Wir freuen uns außerordentlich, dass die Bundesregierung den Einsatz unserer Software unterstützt, die den Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft bereitet.“

Die staatliche Bezuschussung wird als Investitionsvorhaben der „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt und geprüft. Ziel der Förderung ist ein sog. Transformationskonzept, das für eine langfristig angelegte Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität sorgt. Das Konzept umfasst die Datenerhebung und Erstellung einer Treibhausgasbilanz, die Formulierung eines CO₂-Minderungsziels sowie die Planung der Maßnahmen, mit denen das CO₂-Ziel erreicht werden soll.

Was ist ein Transformationskonzept?

Ein Transformationskonzept stellt eine langfristig angelegte Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität eines Unternehmens oder Unternehmensstandortes dar. Das Konzept umfasst die Datenerhebung und Erstellung einer Treibhausgasbilanz, die Formulierung eines CO₂-Minderungsziel sowie die Planung der Maßnahmen mit denen das CO₂-Ziel erreicht werden soll.

Wie ist die Förderhöhe?

Die Förderquote beträgt 50 % der förderfähigen Kosten beziehungsweise 60 % für KMU. Die maximale Fördersumme beträgt 80.000 Euro (pro Standort).

Was genau wird gefördert?
  • Erstellung einer CO₂-Bilanz für mindestens einen Standort eines Unternehmens oder einer Gruppe von Unternehmen, ansässig innerhalb Deutschlands.
  • Zertifizierung einer CO₂-Bilanz für die jeweiligen Standorte.
  • Beratungskosten für Energie- und andere relevante Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Transformationskonzepts.
  • Weitere anfallende Kosten die nachweislich in Verbindung mit der Erstellung eines Transformationskonzepts stehen.
  • Kosten in Zusammenhang mit erforderlichen Messungen, Datenbeschaffungen und Datenerhebungen.
Mindestanforderungen an das Transformationskonzept
  • Erstellung einer aktuellen CO₂-Bilanz (IST-Zustand) innerhalb der gewählten Bilanzgrenzen.
  • Formulierung eines Ziels zur Klimaneutralität (bis spätestens 2045).
  • Formulierung eines längerfristigen (mindestens zehn Jahre nach Antragstellung) und konkreten Ziels (SOLL-Zustand) für die betrachteten Standorte.
  • Maßnahmenplan zur Zielerreichung (Transformation vom IST- zum SOLL-Zustand).
  • Das Transformationskonzept beinhaltet Einsparkonzept(e) für mindestens ein Vorhaben des Förderprogramms EEW.
  • Verankerung des Transformationskonzepts in der Unternehmensstruktur.
Zeitrahmen

Die Laufzeit zur Erstellung des Transformationskonzeptes beträgt in der Regel bis zu zwölf Monate. In begründeten Ausnahmefällen ist eine Laufzeit von 24 Monaten möglich.

Gut zu wissen
  •     Förderfähig sind nur Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurden.
  •     Nicht förderfähig sind Leistungen, deren Durchführung auf einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung beruhen.
  •     Nicht förderfähig sind Eigenleistungen des Antragstellers.
  •     Der Antragsteller geht in Vorleistung, während die Auszahlung nach Projektende erfolgt.
  •     Aktuell können zwar Anträge gestellt werden, Bescheide werden jedoch erst nach Festlegung des neues Bundeshaushalts versandt (aktuell erwartet für April).
CO₂-Monitoring für die Dekarbonisierung

Cozero’s umfassende Carbon Action Plattform (CAP) hilft Emissionsdaten zu tracken, zu prognostizieren und zu managen. So ermöglicht die Plattform eine effektive Dekarbonisierung und Transformation von Unternehmen unter Berücksichtigung der finanziellen und wirtschaftlichen Implikationen.

Mit Cozero Log kann eine Treibhausgasbilanz erstellt und langfristig verwaltet werden. Die Zielsetzung und die daraus resultierende Maßnahmenplanung findet in Cozero Act statt. Mittels des Scenario Builders können verschiedene Strategien und Dekarbonisierungspfade identifiziert und geprüft werden. Auf unserem Marktplatz werden spezifische Lösungen zur Emissionsreduktion und -kompensation angeboten. Über Cozero Share wird die Verankerung in der Unternehmenskultur vorangetrieben. Cozero unterstützt außerdem dabei, Ihre Stakeholder und Mitarbeiter einzubinden und Ihre Transformationsgeschichte als grundlegenden Bestandteil eines erfolgreichen Change Managements zu kommunizieren.

Durch Cozero’s hohe Datentransparenz kann außerdem die optionale Auditierung und Zertifizierung mittels eines akkreditierten Partners einfach durchgeführt werden.

Über Cozero
Die Cozero GmbH in Berlin ermöglicht Unternehmen eine effektive Dekarbonisierung und damit eine nachhaltige Transformation ihres Geschäfts. Kernstück ist eine Softwarelösung, die den Carbon Footprint der gesamten Wertschöpfungskette digital erfasst, bilanziert und mittels KI analysiert. Auf Basis einer Wirkungsanalyse und Investitionsrechnung auf Basis der Emissionsdaten werden dann unter Einbindung aller Stakeholder Maßnahmen zur CO₂-Reduktion eingeleitet. Cozero wurde 2020 in Berlin gegründet, die Software wird bereits von einer Vielzahl von Unternehmen genutzt.
www.cozero.io

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