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Die hochgefährliche Log4j-Sicherheitslücke lässt intelligente Messsysteme kalt

Log4j-Sicherheitslücke

Bouke Stoffelsma, Hausheld AG, sieht die Log4j-Sicherheitslücke gelassen: „Deutschland hat eine Smart-Metering-Infrastruktur mit Cyber-Security und Datenschutz geschaffen." (Bild: Hausheld)

Log4j-Sicherheitslücke kann in BSI-zertifizierten IT-Infrastrukturen keinen Schaden anrichten

Die in Softwaresystemen weltweit verbreitete Java-Protokollierungsbibliothek Log4j stellt nach Einschätzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine extrem kritische Bedrohungslage dar. Das BSI hatte wegen der Log4j-Sicherheitslücke eine Cyber-Sicherheitswarnung der Höchststufe Rot veröffentlicht. Auch die für die Digitalisierung der Energiewende wichtigen intelligenten Messsysteme nutzen teilweise Java und Log4j für ihre Abrechnungssysteme. Während aber weltweit reihenweise Systeme gehackt wurden, gibt es in Deutschland für die Smart Meter Gateway Administration aufwändige zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, die in diesem Fall Angriffe wirksam verhindert haben.

„Für den Klimaschutz brauchen wir genau diese Sicherheit“

 Für Bouke Stoffelsma, Vorstand der Hausheld AG, ist damit klar: „Deutschland hat eine Smart-Metering-Infrastruktur mit Cyber-Security und Datenschutz geschaffen. Wir wurden binnen weniger Stunden angegriffen, und während weltweit viele IT-Firmen akut unter den aggressiven und hochprofessionellen Cyber-Angriffen leiden, haben das BSI und die aktuell 42 vom BSI zertifizierten Gateway-Administrations-Unternehmen die Attacken gemeinsam ziemlich routiniert abgewehrt.“

Stoffelsma weiter: „Wenn ich für starke Security eintrete, höre ich schon mal, es könne doch ohnehin alles gehackt werden. Das soll wohl ein Argument gegen die Schutzmaßnahme sein, greift aber natürlich zu kurz. Es geht genau darum, frühzeitig vorzusorgen und die Sicherheit der Systeme immer weiter zu verbessern. Das macht Mühe und kostet Geld. Aber nur so schützen wir unsere Smart Cities und die Energienetze bei der Digitalisierung vor Hackern. Für den Klimaschutz brauchen wir genau diese Sicherheit made in Germany.“

„BSI hat wichtige und vorausschauende Arbeit geleistet“

Für die Steuerung der Energienetze in Deutschland sei das eine gute Nachricht, meint der Metering-Experte. „Es ist eine große Chance für die Branche, Benchmark für die Digitalisierung zu sein. Deutschland errichtet eine Smart-Meter-Infrastruktur, über die auf diesem Sicherheitsniveau kein anderes Land der Welt verfügt. Dass die neue Bundesregierung die Technologie erheblich beschleunigt ausrollen möchte und dabei Cyber-Security und Datenschutz besonders im Auge hat, ist genau richtig. Der Rollout intelligenter Messsysteme hat bereits zu lange gedauert und eine Beschleunigung ist essenziell wichtig. In meinen Augen ist es geradezu ein Glücksfall für die Branche, dass sie heute auf eine derart sichere Digitalisierungslösung zurückgreifen kann. Insofern hat das BSI mit seiner Sicherheitsarchitektur der Smart Meter Gateways eine wichtige und vorausschauende Arbeit geleistet.“

Über Hausheld
Die Hausheld AG ist ein innovativer und führender Entwickler im Bereich der intelligenten Messsysteme. Das Unternehmen bedient Stadtwerke, Netzstellenbetreiber, Kommunen und Wohnungswirtschaft deutschlandweit. Die Idee von Hausheld setzt auf der Idee der Smart City auf: Die intelligente Vernetzung ganzer Städte – zur Messung, Steuerung und im Idealfall zur Automatisierung von energierelevanten Prozessen. Unsere Technologie ist so entwickelt, dass alle – jeder Haushalt in jeder Stadt – am intelligenten Smart Grid teilnehmen kann. Die Hausheld AG mit Sitz in Mönchengladbach blickt auf 25 Jahre Erfahrung in der Prozessautomatisierung, Entwicklung moderner Softwarearchitekturen und den Betrieb von hochsicheren Bezahlverfahren (Micropayment) und Abrechnungssystemen zurück. Für viele unserer innovativen Lösungen wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet.
https://www.hausheld.info/

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