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Smart Home-Anwendungen ernten im Netz viel Kritik – 64 % der wertenden Beiträge sind negativ

Smart Home
Im Netz kommen Smart Home-Anwendungen mehrheitlich schlecht weg. Insbesondere diffuse Ängste spielen eine Rolle. (Bild: Gerd Altmann)

Divergierende Ansichten beim Faktor Praktikabilität

Mit dem Apple HomePod, Amazon Echo und Google Home scheint die Smart-Home-Technik endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Wie Nutzer hierzulande im Netz über das Thema denken, hat jetzt Deutschlands führendes Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting, untersucht. Das Unternehmen hat knapp 9.000 Web-Beiträge zum Thema Smart Home analysiert. Die Kosten-Nutzen-Frage der IoT-Lösungen steht unter den deutschen Usern im Mittelpunkt des Diskurses.

Smart Home-Gegner argumentieren mit technischem Aufwand und Problemen

Rund 64 % aller analysierten, wertenden Beiträge waren negativ. Als Top Argument für Kritiker diente der Anschaffungs-Aufwand und die potentiellen technischen Probleme. Ferner beschweren sich viele User über Komplikationen bei der Installation und Vernetzung der verschiedenen Geräte. Außerdem wird die Kompatibilität einzelner Hersteller angezweifelt. Wenn das Smart Home nach mühsamen Aufbau nicht funktioniert, sei das frustrierend.

Des weiteren besteht unter den Nutzern Sorge um Datenschutz und Privatsphäre. Die deutsche Internet-Gemeinde fürchtet im eigenen Zuhause von Alexa und Co. abgehört zu werden. Auch der Mehrwert von Smart-Home-Lösungen wird in Frage gestellt: Aktuell sehen viele Anwender in besagter Technik lediglich »eine nette Spielerei«.

Unterstützung im Alltag ist das Pro-Argument Nummer eins

36 % der Nutzer sehen die Entwicklungen innerhalb der Smart-Home-Technik durchaus positiv. Der mobil vorgeheizte Ofen, die automatisch gestartete Kaffeemaschine oder der Staubsauger, derdie Arbeit von alleine aufnimmt, überzeugen die Nutzer durch die Erleichterung der täglichen Routine. Während die Kritiker Smart-Home-Technik als bloße Spielerei abtaten, gefällt den Befürwortern dieser Aspekt. Gerne beeindrucken sie Gäste mithilfe der Haushalt-Gadgets. Auch das Thema Umweltschutz findet in den positiven Beiträgen statt: Durch die mobile Steuerung des persönlichen Energiehaushaltes und den intelligenten Kühlschrank könnten Umweltsünden vorgebeugt werden. Darüber hinaus schätzen die Smart-Home-Fans den Einbruchschutz, den gewisse IoT-Lösungen bieten.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse:

»Unsere Analyse verdeutlicht, dass IoT-Lösungen zwar in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, jedoch noch lange nicht von jedem akzeptiert werden. Über 60 % der wertenden Beiträge zum Thema sind negativer Natur. Dieses Sentiment setzt sich allerdings weniger aus unangenehmen Benutzererfahrungen, sondern viel mehr aus Befürchtungen vor dem Unbekannten zusammen. Die Lücke zwischen Schein und Sein gilt es in Zukunft zu schließen.«

Analysegrundlage

Um die Netz-Stimmen über Smart Home zu analysieren, hat VICO Research & Consulting (Leinfelden-Echterdingen) zwischen 1. Januar 2019 und 30. April 2019 insgesamt 8.830 öffentliche Beiträge erfasst und ausgewertet. Die Beiträge stammen aus Q&A- (2,4 %) und Video-Portalen (2,7 %), Foren (4,5 %),  sozialen Netzwerken (9,3 %), Microblogs (12,4 %) & Blogs (18,9 %) sowie vor allem News-Portalen (49,9 %).

www.VICO-research.com

 

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