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Projekt Hybrid Optimal: KIT, Stadtwerke Bühl und SCHMID Energy Systems wandeln einen Netzabschnitt in eine intelligente Energiezelle um

Projekt Hybrid Optimal - intelligente Energiezelle in Bühl
Ein Schwerlastkran bringt die Station mit dem Hybridbatteriespeicher in Position - eine Kernkomponente im Projekt Hybrid Optimal. Das Foto unten zeigt die Anlage im fertigen Zustand. (Bilder: Stadtwerke Bühl)

Verbundprojekt „Hybrid Optimal“ liefert wichtige Grundlagen für Erforschung und Entwicklung von Smart Grids

Im Rahmen der Energiewende tragen bereits heute viele dezentrale Erzeuger zur Versorgung mit erneuerbaren Energien bei. Allerdings sind regionale Stromnetze dafür bisweilen gar nicht ausgelegt: „Wird dann zu viel Strom produziert, kann es zu einer Überlastung der Leitungen und zur Verletzung der zulässigen Spannungsbänder kommen“, sagt Dr.-Ing. Michael R. Suriyah vom Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Mit konventionellem Netzausbau lässt sich gegensteuern – dabei entstehen aber hohe Kosten, und die Bevölkerung wird durch Baumaßnahmen und neue Stromtrassen belastet. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Hybrid Optimal“ hat das KIT gemeinsam mit der Stadtwerke Bühl GmbH und SCHMID Energy Systems GmbH die Machbarkeit eines anderen Lösungsansatzes demonstriert: die Umwandlung einzelner Netzabschnitte in intelligente Energiezellen. Das gerade abgeschlossene Projekt konzentrierte sich exemplarisch auf ein Wohngebiet, in dem mit privaten Solaranlagen besonders viel Strom erzeugt wird und in manchen Jahren sogar Überschüsse entstehen. Installiert wurde ein Hybridspeicher, bestehend aus einer Vanadium Redox-Flow-Batterie (mit der Auslegung 5 kW und 45 kWh) und einer Lithium-Ionen-Batterie (mit der Auslegung 40 kW und 56 kWh). Die teilnehmenden Haushalte wurden mit Smart-Metern ausgestattet, und zudem wurde eine Optimierungssoftware in der Leitstelle der Stadtwerke Bühl installiert. Im Zusammenspiel sorgen diese nun zu jeder Zeit für eine ideale Auslastung von Speicher und Stromnetz. „Durch die Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch kann überschüssiger Sonnenstrom aus Bühl zukünftig optimal vermarktet werden. Und wenn die Sonne einmal nicht scheint, steht er den Bewohnern als günstige Reserve zur Verfügung“, so Suriyah.

Mehr Informationen zu Hybrid Optimal:
ieh.kit.edu/2898.php
stadtwerke-buehl.de/de/Aktuelles/Demonstrationsvorhaben-Hybrid-Optimal

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
www.kit.edu

 

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