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78 Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein schalten auf BNK-Betrieb um

BNK-Betrieb
Dark Sky Primärradar Südermarsch. (Bild: Dark Sky GmbH)

BNK-Betrieb: Radarprojekt Dark Sky in der Südermarsch erfolgreich abgeschlossen

Im Kreis Dithmarschen rund um die Stadt Marne schalten in diesen Tagen die letzten von insgesamt 78 Windenergieanlagen (WEA) die Nachtkennzeichnung im bedarfsgesteuerten Betrieb. Gemeinsam mit der Breitbandnetz Südermarsch als Vertriebspartner hat Dark Sky hier ein weiteres Großprojekt der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) umgesetzt. Der Vertrag dazu wurde bereits Anfang 2017 geschlossen – zu einer Zeit, als BNK für Windenergieanlagen noch nicht verpflichtend war. Dennoch haben sich die Windmüller aus der Südermarsch frühzeitig für diese Technologie interessiert. Carsten Paustian, Geschäftsführer der Breitbandnetz Südermarsch, erklärt: „Unsere Kunden haben sich für den BNK-Betrieb entschieden, um die Anwohner ihrer Projekte zu entlasten. Zudem hatten wir durch das von uns bereitgestellte Breitbandnetz gute Voraussetzungen für die Verteilung des BNK-Signals in der Region. Wir sind sehr froh darüber, dass es nun nachts tatsächlich dunkel ist.“

Redundanter Radarschirm mit hoher Reichweite

Das DARK SKY Multi-Sensor-System kombiniert zwei Radarsensoren an den Standorten Volsemenhusen und Kuden zu einem redundanten Radarschirm mit hoher Reichweite. Der Bau und die Genehmigung dieser Radartürme waren die größten Hürden im Projekt. DARK SKY-Projektmanager Olaf Kapteina resümiert: „In dieser frühen Phase der BNK-Projekte haben wir echte Pionierarbeit geleistet. Während der Projektbearbeitung wurden dann auch noch die gesetzlichen Grundlagen für BNK geändert, was deutliche Auswirkungen auf den Projektprüfungsprozess hatte.“ Diese Grundlage stellt die „Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV) dar, die im Jahr 2020 geändert wurde. Die gemäß AVV erforderlichen standortbezogenen Prüfungen für das Projekt wurden von der DFS Aviation Services GmbH durchgeführt und bildeten die Grundlage für die Zustimmung durch die Luftfahrtbehörde, die bereits im März erteilt wurde. Die Anbindung des BNK-Signals an die Nachtkennzeichnungssysteme wurde von DARK SKY im Rahmen von Werkverträgen umgesetzt.

„Brauchen mehr Projekte, um positive BNK-Auswirkungen real zu zeigen“

Mit der Bereitstellung der letzten Schnittstellen durch die WEA-Hersteller sind nun alle Windenergieanlagen an das BNK-System angebunden. DARK SKY-Geschäftsführer Thomas Herrholz freut sich über diese echte Erfolgsmeldung: „In der Branche wird gerne über Vertragsabschlüsse oder Kooperationen gesprochen, zudem hören wir viel von Problemen bei der BNK-Ausrüstung. Hier haben wir einen Erfolg zu verzeichnen, und 78 WEA werden tatsächlich in jeder Nacht für die meiste Zeit unsichtbar sein. Wir brauchen mehr dieser Projekte, um die positiven Auswirkungen von BNK auch in der Realität zu zeigen!“

Weitere WEA lassen sich mit geringem Aufwand integrieren

Die Integration von zehn weiteren WEA wird in den kommenden Monaten erfolgen, und in der Südermarsch besteht darüber hinaus noch Potential. Zusätzliche Windenergieanlagen lassen sich mit geringem technischen Aufwand in das System aufnehmen. Diese WEA-Standorte wurden bei den durchgeführten Testflügen bereits berücksichtigt. Auch im Geltungsbereich der neuen Verwaltungsvorschrift kann das Projekt über die Übergangsfristen hinaus ohne Einschränkungen betrieben werden. Für viele Windenergieanlagen besteht somit noch die Chance, ihre EEG-Verpflichtung zur BNK-Ausrüstung mit einem Beitritt zum System schnell und unkompliziert zu erfüllen. „Wir sind jederzeit gesprächsbereit und freuen uns über weitere Teilnehmer“, bestätigt Carsten Paustian.

„Dunkelheit in den letzten Winkel des Landes bringen“

Für weitere regional übergreifende Primärradar-Projekte sieht DARK SKY derweil wenig Chancen: „Die von uns betriebenen Primärradar-Projekte sind alle im Geltungsbereich der alten AVV entstanden. Das DARK SKY-Transpondersystem „BNK2020“ ist ein in sich geschlossenes System, welches auf jeder Windenergieanlage vollkommen autark arbeitet. Für die Anbindung an das bestehende Nachtkennzeichnungssystem ist nur die Herstellung der dezentralen BNK-Schnittstelle in der Gondel notwendig. Unser BNK-System ist für alle Anlagentypen hervorragend geeignet. Mit dem BNK 2020-System wollen wir die Dunkelheit auch in den letzten Winkel des Landes bringen und so die Anwohner von WEA deutlich entlasten“, erklärt Thomas Herrholz.

Laut Energieeinspeisegesetz (EEG) müssen alle Windenergieanlagen mit einer BNK nachgerüstet werden, um die Marktprämie als einen Teil der EEG-Vergütung zu erhalten. Die Frist dafür endet derzeit für Windenergieanlagen an Land am 31.12.2022. DARK SKY hat derzeit noch freie Kapazitäten, um eine rechtzeitige Ausrüstung vor Ablauf dieser Frist sicherzustellen.

DARK SKY…
… wurde unter dem Dach der ENERTRAG als unabhängiger Anbieter für regional übergreifende BNK-Projekte gegründet. Die Mitarbeiter sind bereits seit vielen Jahren im Bereich der Befeuerung von Windenergieanlagen und bedarfsgerechter Steuerung aktiv und gelten als Pioniere dieser Technologie. Heute ist DARK SKY einer der erfahrensten Anbieter am BNK-Markt und rüstet vom Standort Neubrandenburg aus Windenergieanlagen in ganz Deutschland um. Dabei kommt neben den bewährten radarbasierten Systemen in letzter Zeit auch zunehmend Transpondertechnik zum Einsatz. Das transponderbasierte System „BNK 2020“ wird dezentral auf jedem einzelnen Hindernis installiert und ist daher schnell und effizient umsetzbar.
www.dark-sky.com

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