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„Relevanz für die gesamte Energiewirtschaft“: Die neue BO Rechnung

Ganz neu: Die Entwicklung und Finalisierung des neuen Business Objects (BO) „Rechnung“.
Ganz neu: Die Entwicklung und Finalisierung des neuen Business Objects (BO) „Rechnung“.(Bild: © Sandra/AdobeStock)

Business Object „Rechnung“

Billing-Prozesse schneller, einfacher und preiswerter zu gestalten, ist das Ziel von fünf Softwareunternehmen aus der Interessengemeinschaft Geschäftsobjekte Energiewirtschaft e. V. Mit dem neuen Business Object „Rechnung“ haben sie einen Standard entwickelt, der die Effizienz der Rechnungsstellung nachweisbar erhöht.

Conscoo, ene’t, Kisters, Profiforms und Taktsoft

Es ist ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt der Softwareunternehmen Conscoo, ene’t, Kisters, Profiforms und Taktsoft: Die Entwicklung und Finalisierung des neuen Business Objects (BO) „Rechnung“. Mag dieses Arbeitsergebnis der fünf BO4E-Mitglieder auf den ersten Blick ausschließlich für Spezialisten interessant sein, ist doch das Gegenteil der Fall. „Es lohnt sich, genauer hinzusehen und die Bedeutung für die gesamte Energiewirtschaft zu erkennen“, bekräftigt Peter Martin Schroer, Vorsitzender der BO4E-Interessengemeinschaft, „denn mit dem innovativen BO Rechnung werden Billing-Prozesse, die allgemein von großer Relevanz sind, plötzlich sehr viel schneller und effizienter als zuvor.“ Und auch Daniel Lehmann, Geschäftsführer von Taktsoft, ist überzeugt: „Angesichts einer überall vorherrschenden Rechnungsflut ist das BO Rechnung ein enormer Vorteil im operativen Geschäft eines jeden Energieversorgers oder Dienstleisters.“ Entsprechend optimistisch gehen die Protagonisten davon aus, dass sich das neue Business Object schnell im Markt verbreitet und in den unterschiedlichsten IT-Umgebungen Anwendung findet.

Bearbeitungsaufwand minimieren

Warum haben sich die fünf Unternehmen zusammengeschlossen und was bewirkt das Geschäftsobjekt „Rechnung“ genau? Lehmann erläutert: „Jeder Tag bringt neue Rechnungen: Endkundenrechnungen, Lieferantenrechnungen, Stornos, Gutschriften. Sie kommen als PDF, Papier oder Foto via Messenger, erzeugen einen mehr oder weniger großen manuellen Aufwand bei der Bearbeitung, bergen Risiken und produzieren Kosten.“

Gemeint sind eine zeitintensive Datenerfassung und -prüfung, eine Fehleranfälligkeit bei der Übertragung in Abrechnungssysteme, ein komplexes Mapping auf unternehmensspezifi-schen Formaten sowie eine aufwändige manuelle Schnittstellenprogrammierung. „All diese Prozesse werden automatisch einfacher, verlässlicher und sehr viel preiswerter, wenn es uns gelingt, die für das Rechnungshandling notwendigen Software-Applikationen BO4E-konform zu gestalten – so, wie wir es mit dem Business Object Rechnung anstreben. Die Programmierung individueller Schnittstellen fällt dann übrigens vollständig weg.“

Nicht mehr bei null beginnen

Auch Thomas Piehler, Prokurist und Leiter Technical Consulting & Implementation bei Profiforms, ein Unternehmen, das unter anderem Module für PDF- und E-Rechnungen anbietet, beleuchtet die Marktsituation: „In den meisten gemein-samen Projekten mit Energieversorgern stoßen wir auf individuelle Datenstrukturen, die uns bezüglich der Dokumenten-Erstellung immer wieder bei null beginnen lassen.

Jeder Prozess muss von Einzelfall zu Einzelfall durchdacht und darauf aufbauend eine Architektur implementiert werden, mit der wir dann zum Beispiel unsere PDF-Dokumente generieren können. Das ist mühsam und zeit-intensiv.“ Die Anwendung des neuen BO Rechnung hingegen empfindet der technische Leiter als große Hilfe: „Wir setzen den Standard gewissermaßen auf, egal welche Struktur wir beim EVU vorfinden, und sind damit ohne lange Vorarbeit in der Lage, Rechnungsdaten aufzunehmen und in ein PDF oder eine E-Rechnung zu überführen.“

Andere Systeme einbinden

„Wir nutzen das BO Rechnung, um rechnungsrelevante Daten, die durch unsere White-Label-Plattform ene’t-Stromcommunity erzeugt werden, anderen Systemen in standardisierter Form zur Verfügung zu stellen“, sagt Tim Steufmehl, Partnermanager bei ene’t. „Damit können Billing-Systeme diese Daten zum Beispiel für monatliche Abrechnungen ihrer Stromcommunity-Kunden ein-setzen oder sie in CRM-Systeme einfließen lassen“.

Ein Plus auch für den Entwicklungspartner Conscoo, der sich auf Customer Relationship Management bei Energieversorgern spezialisiert. Markus Rahe, Solution Area Manager Sales Retail bei Kisters, beschreibt von der Warte seines Unternehmens aus: „Mit unserem Belvis-Kundenportal bieten wir Einsicht in Erzeugungs- und Verbrauchsdaten. Der Kunde erhält eine komplette Übersicht über seine Kosten von heute und aus der Vergangenheit sowie eine Prognose für morgen. Durch die Nutzung des BO Rechnung können wir die erhobenen Daten nun sehr komfortabel an die Rechnungsdokumentation weitergeben.”

Inhalte entwickeln und Zusammenarbeit fördern

Das neue BO Rechnung ist ein neuerlicher Beleg dafür, dass immer mehr Softwareanbieter, darunter diejenigen, die sich in der Interessengemeinschaft Geschäftsobjekte Energiewirtschaft engagieren, davon überzeugt sind, dass Standards proprietäre Strukturen in den IT-Landschaften der Energiewirtschaft ablösen sollten. „In einer immer komplexeren Digitalisierung geht es darum, die besten Inhalte für Softwareprodukte zu entwickeln und die Zusammenarbeit von Marktakteuren zu fördern“, hebt Vorstandsvorsitzender Peter Martin Schroer hervor.

Und ergänzt: „Es geht nicht darum, Hürden in Form von Schnittstellen aufzubauen und damit Flexibilität und Entscheidungsfreiheit bei der Auswahl von Software-Applikationen auszubremsen.“ Obwohl im Verein entstanden, steht das BO Rechnung – wie auch alle anderen Business Objects – jedem interessierten Unternehmen kostenfrei zur Verfügung. Anfragen können direkt an die Interessengemeinschaft oder an die einzelnen Entwicklungsunternehmen gerichtet werden.

 

 

 

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