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Initiative evu+: Vielzahl der Netzbetreiber macht Versorgung resilienter

Ein Schritt zur besseren Versorgungssicherheit: Vor allem kleine und mittlere Netzbetreiber sollten aktiv in Konzepte zur Krisenvorsorge eingebunden werden, fordert die Initiative evu+ im edna Bundesverband.
Ein Schritt zur besseren Versorgungssicherheit: Vor allem kleine und mittlere Netzbetreiber sollten aktiv in Konzepte zur Krisenvorsorge eingebunden werden, fordert die Initiative evu+ im edna Bundesverband. (Bild generiert von ChatGPT)

Dezentralisierung als Chance für die Versorgungssicherheit nutzen

Die oft kritisierte Vielzahl und Vielfalt der Verteilnetzbetreiber (VNB) in Deutschland kann die Energieversorgung resilienter gegen physische und digitale Angriffe machen. Wie die Initiative evu+ im edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation betont, sollten vor allem kleine und mittlere Netzbetreiber aktiv in Konzepte zur Krisenvorsorge eingebunden werden.

„Es gibt bereits vorbildliche Projekte, die zeigen, wie Netzbetreiber im Falle größerer Ausfälle die Notstromversorgung vor Ort sicherstellen. Und die ihren Beitrag dazu leisten können, falls nach einem Netzzusammenbruch ein Schwarzstart erforderlich sein sollte.“,

Fritz Schweiger, einer der Sprecher der Initiative.

Mit der zunehmenden Dezentralisierung der Energieversorgung sollten die mit dem Katastrophenschutz befassten Behörden und Institutionen deswegen die Verteilnetzbetreiber aktiv in die Entwicklung entsprechender Szenarien einbeziehen.

Beispiele aus der Praxis

Beispielgebende Projekte gibt es nach Angaben der Initiative evu+ schon heute. So haben beispielsweise Unternehmen wie das E-Werk Schweiger infolge der Blackouts im Jahr 2006 im Raum Emsland Konzepte entwickelt. Damit lassen sich bei großflächigen Stromausfällen innerhalb kurzer Zeit Inselnetze auf Niederspannungsebene aufbauen.

Die E-Werke Haniel Haimhausen haben während der Energiekrise 2020-2022 ebenfalls intensiv an einem Konzept für die Notversorgung wichtiger Gebäude und Einrichtungen in Haimhausen gearbeitet. Beispielsweise die Wasserkraft oder entsprechend ausgelegte Großbatteriespeiche als schwarzstart- und inselbetriebsfähige Energiequellen können hier eine dezentrale Grundversorgung für kritische Infrastrukturen sicherstellen, die durch andere regenerative Energiequellen wie Wind oder PV und konventionelle Notstromaggregate ergänzt wird.

Gemeinsam aktiv werden

„Wichtig ist es, dass wir jetzt aktiv werden und gemeinsam Szenarien aufbauen, mit denen die Stromversorgung auch im Krisenfall in möglichst vielen Verteilnetzen dezentral sichergestellt werden kann“, betont Schweiger. Auch im Falle von Cyber-Angriffen ist aus Sicht der Initiative evu+ die dezentrale Netzstruktur in Deutschland von Vorteil:

„Ein flächendeckender Angriff auf alle Verteilnetze ist praktisch ausgeschlossen. Gleichzeitig entwickeln die Verteilnetzbetreiber ihre IT-Sicherheits- und Notstromkonzepte kontinuierlich weiter. Und auch wenn manch ein Verteilnetzbetreiber Sachen IT-Sicherheit noch Nachholbedarf haben sollte. Notstromkonzepte könnten so organisiert werden, sodass sie auch bei Beeinträchtigung der IT-Infrastruktur zuverlässig greifen.“

Fritz Schweiger

Über edna
Der edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. ist die Vereinigung von Softwareherstellern, Unternehmensberatern, IT-Dienstleistern und Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Ziel von edna ist es, die Unternehmen bei der Transformation der Energiemärkte hin zu „Energie 4.0″ zu unterstützen. Dabei stehen die Bereiche Strukturierung, Standardisierung und Information im Vordergrund. Gleichzeitig unterstützt edna auch weiterhin die Automatisierung der Kommunikation sowie die Interoperabilität der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern in der Energiewirtschaft. Vor diesem Hintergrund agiert der edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. auch als Interessenvertreter seiner Mitglieder gegenüber anderen Verbänden sowie den politischen Institutionen. Hier steht zudem die aktive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien im Fokus.Die Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e. V. (VWB) vertritt die Interessen der bayerischen Wasserkraft.
edna-bundesverband.de

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