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Extremwindberechnungen: Welche Windkraftanlagen trotzen Taifunen, Hurrikans und Zyklonen?

Extremwindberechnungen

Mit der Edition 4 der Norm IEC 61400 wurde die neue Windklasse T1 für tropische Wirbelstürme eingeführt. TÜV SÜD hat auf dieser Basis ein Rechenmodell entwickelt. (Bild: David Will / Pixabay)

Mit Extremwindberechnungen tropische Wirbelstürme simulieren

Offshore-Windenergie gewinnt weltweit an Bedeutung. In Gebieten mit tropischen Stürmen sind die Windenergieanlagen extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. TÜV SÜD hat ein Modell für Extremwindberechnungen entwickelt, um die Eignung für solche Gebiete im Rahmen der Typenzertifizierung und auf Basis der internationalen Norm IEC 61400 nachzuweisen.

Für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Regionen mit tropischen Wirbelstürmen ist eine entscheidende Voraussetzung, dass Windenergieanlagen den extremen Witterungsbedingungen standhalten. TÜV SÜD hat ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich die Auswirkungen solcher extremen Windsituationen auf die Anlagen simulieren lassen. Die Basis dafür ist die internationale Norm IEC 61400. „Die Norm definiert Anforderungen für den Einsatz von Windenergieanlagen an bestimmten Standorten, die in der sogenannten Typengenehmigung berücksichtigt werden“, sagt Florian Weber von der Abteilung Wind Service Center der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Dafür definiert die Norm mehrere Windklassen. Mit der Edition 4 der Norm wurde die neue Windklasse T1 für tropische Wirbelstürme eingeführt, die in verschiedenen Regionen als Taifun, Hurrikan oder Zyklon bekannt sind.

Rechenmodell ermöglicht präzisere Aussagen als Gumble-Methode

„Mit unserem Rechenmodell können wir auch die extremen Windbedingungen in Gebieten mit tropischen Wirbelstürmen simulieren und anhand unserer Simulationen überprüfen, ob eine Windenergieanlage für den Einsatz in solchen Regionen geeignet ist“, erklärt Thorsten Weidl, Experte für Risikomanagement bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Dabei ermöglicht unser Rechenmodell wesentlich präzisere Aussagen als die sogenannte Gumble-Methode, die von den meisten Ländern im asiatischen und pazifischen Raum nicht anerkannt wird.“ TÜV SÜD dokumentiert die Eignung einer WEA für die Windklasse T1 in der entsprechenden Typengenehmigung, die in der Regel die Voraussetzung für die behördliche Zulassung einer Anlage ist und darüber hinaus auch von internationalen Investoren gefordert wird.

Die Hersteller von Windenergieanlagen und die Betreiber von Windparks profitieren von den umfangreichen Kompetenzen und Erfahrungen von TÜV SÜD im Bereich der Onshore- und Offshore-Windenergie und vom internationalen Netzwerk des Dienstleisters. „Wir sind in allen wichtigen Windenergieregionen der Welt vertreten“, betont Florian Weber. „Das hat den Vorteil, dass wir unsere Leistungen aus einer Hand und mit der durchgängigen Qualität ‚made in Germany‘ anbieten können.“

TÜV SÜD auf der Husum Wind 2021

Weitere Informationen zu den Extremwindberechnungen und den umfassenden Leistungen von TÜV SÜD für Hersteller von Windenergieanlagen und Betreiber von Windparks sowie für Investoren und Versicherer gibt es vom 14. bis 17. September 2021 am TÜV SÜD-Stand auf der Husum Wind 2021 (Halle 2, Stand 2C46) im Internet unter www.tuvsud.com/windenergie.

Über TÜV Süd
Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 25.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen.
www.tuvsud.com/de

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