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Die Digitalisierung der Energiewende nimmt Fahrt auf – MaaS-Plattform von MeterPan macht alle Anwendungen möglich

Digitalisierung der Energiewende
Was bringt das GNDEW für die Digitalisierung der Energiewende? Jan-Hendrik vom Wege (BBH) berichtete auf dem Branchentreff Meetering 2023" der MeterPan GmbH über den laufenden Gesetzgebungsprozess und die Auswirkungen der Neuregelung. (Bilder: Andreas Rauschenberg)

Digitalisierung der Energiewende: CLS-basierte Mehrwertfunktionen und wMSB sind die Katalysatoren

Wo steht die Digitalisierung der Energiewende? Was passiert gerade im Metering-Markt? Die rund 70 Teilnehmenden des neuen Branchentreffs im Messwesen „Meetering 2023“ der MeterPan GmbH in Hamburg waren am Ende ein gutes Stück schlauer: Die Musik spielt künftig vor allem in den Mehrwertfunktionen, die technisch über die CLS-Schnittstelle der Smart Meter Gateways realisiert werden: Multi-Sparten-Metering, intelligentes Steuern und Schalten von Erzeugern und Verbrauchern im Netz sowie IoT-Anwendungen aller Art. Treiber in diesem Markt sind insbesondere wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB), die sich mit innovativen Services positionieren und die grundzuständigen Messstellenbetreiber (gMSB) unter Druck setzen. Diese haben vielerorts noch mit den Basics des Pflicht-Rollouts intelligenter Messsysteme (iMSys) zu kämpfen. Weiterer Erkenntnisgewinn der Teilnehmenden: So unterschiedlich die Anforderungen der diversen Marktakteure auch sein mögen – mit der Metering as a Service (MaaS)-Plattform von MeterPan sind sie heute schon in der Lage, das gesamte Anwendungsspektrum operativ abzubilden. MeterPan-Geschäftsführer Steffen Heudtlaß resümiert: „Unsere MaaS-Plattform ist die technische Klammer und das heute schon funktionierende Universal-Werkzeug für das gesamte Anwendungsspektrum im Metering-Markt.“

Oft sind es Vorträge aus Beratungshäusern, die aus größerer Flughöhe die Marktlage sortieren und für klare Sicht auf das aktuelle, zunehmend komplexe Geschehen im Metering-Markt sorgen. So auch bei der MeterPan-Veranstaltung. Carsten Tessmer, Senior Manager bei EY, ging der Frage nach, ob mit dem frischen Wind des GNDEW die Digitalisierungsziele erreicht werden. Seine Analyse fiel gemischt aus: Der iMSys-Rollout hinke den ursprünglich gesetzten Zielen stark hinterher. 2021 hätten laut Plan schon 2,2 Mio. iMSys verbaut sein sollen, de facto seien es bei optimistischer Schätzung nur 170.000 gewesen. Erst 63 % der gMSB hätten den Rollout gestartet, und noch kein einziger MSB sende Netzzustandsdaten an den Verteilnetzbetreiber. Das Barometer Digitalisierung der Energiewende habe von 2018 bis 2021 eine Verlangsamung des Digitalisierungsfortschritts ermittelt. Das GNDEW schließe regulatorische Schwachstellen, offenbare aber weiterhin offene Flanken. Tessmer ermunterte die Akteure, das Ruder bei der Digitalisierung der Energiewende selbst in die Hand zu nehmen, unter den Werken zusammenzuarbeiten und Skalierungseffekte zu nutzen.

Digitalisierung der Energiewende

„Die digitale Insel der Glückseligkeit – kann mit dem Wind aus dem GNDEW in den Segeln das Ufer erreicht werden?“, lautete der Vortragstitel von Carsten Tessmer (Ernst & Young).

Digitalisierung im Verteilnetz fördern

Jan-Hendrik vom Wege von der „Stadtwerke-Kanzlei“ BBH berichtete über den laufenden Gesetzgebungsprozess beim Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) und beleuchtete die Neuerungen sowie deren Auswirkungen auf Messtellenbetriebsgesetz (MsbG) und Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Die Verabschiedung bis zur Jahresmitte sei realistisch. Durch die Aufteilung der Preisobergrenzen habe der Gesetzgeber den Zweck des MsbG auf die Netzbetreiber erweitert und damit ein neues Leitmotiv gesetzt, nämlich die Digitalisierung im Verteilnetz und einen datengestützten Netzbetrieb zu fördern. Mit Blick auf die neuen Einbauquoten und -fristen mahnte vom Wege zur Eile beim Rollout.

Raphael Noack von der Energieforen Leipzig GmbH kam zu dem Schluss, dass die sich überlagernden Krisen (Klimawandel, Corona, Ukraine) die Trends in der Versorgungswirtschaft und den Wandel des Geschäftsmodells von Stadtwerken beschleunigen. „Nur die Wandlungsfähigen werden überleben!“ Stadtwerke hätten jedoch ein riesiges Potential, sich im Markt zu positionieren. Steigende Komplexität zwinge zu mehr Kooperation und Kompetenzbündelung. Netzgesellschaften gab er mit auf den Weg, „sich noch stärker in die Bereiche des Drittgeschäfts zu bewegen, da es ihr technisches Know-how für die Energiewende braucht“.

Wer koordiniert die Energiewende beim Endkunden?

Einen weiteren starken Impuls setzte Reinhard Rümler vom Beratungshaus PwC. Er verglich seine privaten Bedürfnisse (Wer koordiniert mir PV-Anlage, Stromspeicher und Elektromobile?) mit dem Dienstleistungsangebot am Markt. Sein ernüchterndes Ergebnis: „Stadtwerke haben den Prosumer-Markt bislang verschlafen.“ Um dann aufzuzeigen, welche vielfältigen Chancen hinter der CLS-Schnittstelle der Smart Meter Gateways durch den Aufbau von Mehrwertdiensten schlummern. Der wettbewerbliche Messstellenbetrieb sei ein Perpetuum Mobile für neue Geschäftsmodelle. „Ihr müsst mehr Mut haben! Unternehmertum ist gefragt.“

Lucas Wiermann und Linus Erbshäuser von der ASEW Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im Verband kommunaler Unternehmen sehen die Stadtwerke ebenfalls in einer besonderen Rolle. Sie plädierten dafür, dass die Werke ganzheitliche, auf Mehrwerte fokussierte Energiekonzepte verfolgen sollten. Beispielhaft stellten sie IoT-Projekte bei den Stadtwerken Lemgo und Eutin vor. Beide Unternehmen profitieren davon, dass sie Netzüberwachung und Verbrauchsdatenerfassung bzw. Smart-City- und Smart-Metering-Projekte erfolgreich gestartet haben und längst Früchte ernten, in Form von gestiegener Prozesstransparenz, -effizienz und -qualität. Kein Zufall, dass beide Häuser mit der MaaS-Plattform von MeterPan arbeiten, die solche Digitalisierungsprojekte auf unkomplizierte Weise möglich macht.

Gerätehersteller signalisieren Startbereitschaft

Positive Signale sendeten die Hersteller von Smart Meter Gateways. Einigkeit herrschte darüber, dass der Rollout jetzt erst richtig losgehe. Torsten Kohlsdorf stellte dar, das PPC bereits seit November 2022 lieferfähig ist, die Herstellungskapazitäten aktuell auf über 800.000 Geräte jährlich erweitert und für 2023 das Steuern über CLS und 1:n-Zähleranbindung in den Fokus stellt. Tina Hadler von der Theben AG erläuterte u.a., mit welchen Geräten ihr Unternehmen welche Mehrwertdienste ermöglicht, wie die neue vereinfachte SiLKe funktioniert und dass die Lieferfähigkeit mittlerweile wiederhergestellt sei. Dr. Holger Graetz von Sagemcom Dr. Neuhaus warf u.a. einen Blick auf die internationalen Rohstoff- und Beschaffungsmärkte, die teilweise nach wie vor angespannt seien. Vor diesem Hintergrund riet er weiterhin zu langfristiger Mengenplanung und Bestellpraxis.

Jochen Grebing von der Swistec GmbH stellte vor, wie bereits heute eine Steuerbox eingesetzt werden kann, wo erst morgen ein SMGW verbaut sein wird. Durch die Integration eines Rundsteuerempfängers in ihrer Steuerbox steht dem Markt neben der reinen Steuerbox auch ein hybrides Gerät zur Verfügung. Er ermunterte die Anwesenden, die Geräte – Steuerbox mit oder ohne Rundsteuerempfänger – in der Praxis zu testen und Erfahrungen zu sammeln. Auch zeigte er auf, wie bereits heute im Markt genutzte Swistec-Rundsteuerkommandosysteme in Energieplattformen, wie z.B. MaaS, eingebunden werden können.

Matthäus Rauschenberger (Prolan AG) argumentierte ähnlich: Die bereits absolvierten Testfälle führten zu einem Erfahrungsgewinn, der sich später in Form von Zeitersparnis beim Rollout auszahlen werde. Außerdem berichtete Kai Eden von der INTEGRA Metering GmbH, wie der Hersteller von Wasserzählern mit der Digitalisierung und Integration seiner Geräte in IoT-Netze die nächste Stufe auf der technologischen Entwicklungsleiter erklimmt.

Digitalisierung der Energiewende

Salvatore De Masi (Bild) stellte vor, wie die 450connect GmbH den Rollout des bundesweiten 450-MHz-Funknetzes vorantreibt. Erste Teilregionen werden aktuell in Betrieb genommen, 2025 soll eine bundesweite LTE- und LTE-M-Abdeckung für kritische Sprach- und M2M-Dienste auf ca. 1.600 Standorten diskriminierungsfrei verfügbar sein. Die neue Mobilfunkfrequenz verspricht u.a. Erreichbarkeitsvorteile im Messstellenbetrieb und in der Verteilnetzsteuerung.

Georg Baumgardt und Hannes Bitter vom Gastgeber MeterPan war es vorbehalten, aus der Praxis eines Smart Meter Gateway Administrators zu berichten. Sie erläuterten u.a., wie sich kleine Stolperfallen im operativen iMSys-Rollout und damit letztlich Elektroschrott in Form unbrauchbar gewordener Smart Meter Gateways vermeiden lassen. Für den Update-Prozess bei Smart Meter Gateways mahnten sie u.a. zentrale Prozesse bei den Herstellern und ein einheitliches Vorgehen der Eichbehörden an.

All-in-One-Tool für die Umsetzung

Digitalisierung der EnergiewendeMeterPan-Geschäftsführer Steffen Heudtlaß (Bild), der als Moderator durch die Tagung führte, zeigte sich nach der rundum gelungenen Veranstaltung zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass wir so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Gast hatten, die eine solche Themen- und Aufgabenvielfalt abdecken. Das Beste daran ist, dass diese große thematische Bandbreite inzwischen ein rundes Gesamtbild ergibt, für das unsere MaaS-Plattform den allumspannenden Rahmen für die technisch-operative Umsetzung darstellt. Wir befinden uns bereits mitten in der Planung des nächsten Branchentreffens und freuen uns sehr auf die Meetering 2024.“

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