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Offener Brief fordert stärkere Berücksichtigung offener digitaler Basisinfrastrukturen im öffentlichen Sektor

Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich bis Ende August der Initiative von Civitas Connect anschließen.
Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich bis Ende August der Initiative von Civitas Connect anschließen. (Bild: © generiert mit ChatGPT)

Civitas Connect startet gemeinsame Initiative

Civitas Connect e. V. hat gemeinsam mit ersten Kommunen, öffentlichen Unternehmen und IT-Dienstleistern einen offenen Brief zur Stärkung digitaler Basisinfrastrukturen im öffentlichen Sektor veröffentlicht. Die Initiative richtet sich an die Bundesregierung, die Länder, den IT-Planungsrat sowie die zuständigen Digitalministerien und wirbt dafür, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen konsequent in die entstehenden föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Der Fokus der Unterzeichnenden liegt dabei auf CIVITAS/CORE – einer Open-Source-Datenplattform, die aus der kommunalen Praxis heraus entwickelt wurde und gemeinsam weiterentwickelt wird.

Digitale Souveränität und Wirtschaftlichkeit

Im Mittelpunkt des offenen Briefes steht die Forderung, digitale Souveränität und Wirtschaftlichkeit künftig stärker über gemeinsame Dateninfrastrukturen zu denken. Aus Sicht der Unterzeichnenden entscheidet sich der Erfolg der Digitalisierung im öffentlichen Sektor nicht allein an einzelnen Fachverfahren oder Anwendungen, sondern vor allem an den Basisinfrastrukturen, auf denen diese aufbauen.

Der offene Brief greift damit aktuelle Entwicklungen wie den Deutschland-Stack, die Registermodernisierung, NOOTS und die Beschlüsse der Digitalministerkonferenz auf.

Digitalisierung braucht gemeinsame Dateninfrastrukturen

In vielen Digitalisierungsprojekten werden Daten heute mehrfach integriert, Schnittstellen individuell entwickelt und Datenmodelle projektbezogen aufgebaut. Das verursacht hohe Integrationskosten, verlängert Projektlaufzeiten und erschwert die Nachnutzung öffentlicher Investitionen. Gleichzeitig entstehen Abhängigkeiten von proprietären Plattformen und einzelnen Anbietern.

Die Unterzeichnenden sprechen sich deshalb dafür aus, offene, interoperable und langfristig tragfähige Dateninfrastrukturen stärker als strategische Grundlage der Verwaltungsdigitalisierung zu berücksichtigen.
CIVITAS/CORE als bestehende Lösung einbinden

CIVITAS/CORE als Datenplalttform

Mit CIVITAS/CORE steht bereits eine offene, aus der kommunalen Praxis entwickelte Daten- und Integrationsplattform zur Verfügung. Sie ermöglicht interoperable Datenarchitekturen, unterstützt Datenschutz und Sicherheit und wird gemeinschaftlich unter Steuerungs- und Entscheidungshoheit der öffentlichen Hand weiterentwickelt. Damit zeigt sie exemplarisch, wie digitale Souveränität, Wirtschaftlichkeit und ein offenes Marktökosystem miteinander verbunden werden können.

Der offene Brief regt daher an,

  • CIVITAS/CORE als digitale Basisinfrastruktur für den öffentlichen Sektor zu berücksichtigen,
  • CIVITAS/CORE im Deutschland-Stack als Baustein einer gemeinsamen Dateninfrastruktur einzuordnen und
  • CIVITAS/CORE als Referenz für interoperable Datenplattformen zu nutzen.

Weitere Unterstützer gesucht

Die Erklärung kann noch bis September von Kommunen, Landkreisen, öffentlichen Unternehmen, IT-Dienstleistern sowie weiteren Organisationen unterzeichnet werden.

Im September werden die unterzeichneten Erklärungen gebündelt an den IT-Planungsrat, das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sowie weitere relevante Gremien und Organisationen übermittelt. Ziel ist es, die gemeinsamen Positionen in den politischen und fachlichen Diskurs einzubringen und die Weiterentwicklung digitaler Basisinfrastrukturen im öffentlichen Sektor aktiv zu begleiten.

„Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Open Source oder einzelne Anwendungen. Entscheidend sind offene, dauerhaft tragfähige Dateninfrastrukturen, die gemeinsam von der öffentlichen Hand gestaltet werden. Genau dafür möchten wir mit dieser Initiative ein deutliches Signal setzen.“

Ralf Leufkes, Geschäftsführer Civitas Connect e. V..

Jetzt unterstützen

Kommunen, öffentliche Institutionen, kommunale Unternehmen sowie Unternehmen und Organisationen aus dem CIVITAS/CORE-Umfeld können die Erklärung unterzeichnen.

Weitere Informationen sowie den offenen Brief finden Sie unter:

https://www.civitasconnect.digital/gemeinsame-erklaerung-zur-staerkung-digitaler-basisinfrastrukturen-im-oeffentlichen-sektor/

 

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