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Kiwigrid startet den Aufbau eines europaweiten, offenen virtuellen Kraftwerks

Mit der Erweiterung der Energy-IoT-Plattform zu einem virtuellen Kraftwerk positioniert sich Kiwigrid an der Schnittstelle zwischen Energiemarkt, Versorgern, Installateuren und Geräteherstellern und bildet das verbindende Element für die Sicherung der Netzstabilität von morgen.
Mit der Erweiterung der Energy-IoT-Plattform zu einem virtuellen Kraftwerk positioniert sich Kiwigrid an der Schnittstelle zwischen Energiemarkt, Versorgern, Installateuren und Geräteherstellern und bildet das verbindende Element für die Sicherung der Netzstabilität von morgen. (Bild: © Kiwigrid)

Kooperation mit Tibber

Kiwigrid entwickelt seine Energy-IoT-Plattform weiter. Das IoT-Unternehmen für Energiemanagement und Energieoptimierung ergänzt ein Angebot für virtuelle Kraftwerke. Die Abkürzung dafür lautet VPP, für Virtual Power Plant. Damit sollen dezentrale Anlagen künftig stärker in den Energiemarkt eingebunden werden. Dazu zählen PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektroautos. Sie können intelligent gesteuert und optimiert werden. Zugleich lassen sie sich als wirtschaftliche Flexibilität vermarkten.Als ersten Schritt kooperiert Kiwigrid mit dem Anbieter für dynamische Stromtarife Tibber und ermöglicht Tibber-Kund:innen, die Flexibilität ihrer Anlage wirtschaftlich nutzbar zu machen und dafür Geld zu erhalten. Das VPP wird Kiwigrid in München auf der Smarter E Europe vom 23.–25. Juni erstmals öffentlich vorstellen.

Markt und Politik zwingen zum Handeln

Der intensive Ausbau von Solarenergie führt dazu, dass an sonnigen Tagen das PV-Angebot die Nachfrage oft deutlich übersteigt. Es kommt zu negativen Börsenstrompreisen und wachsender Netzbelastung. 2025 mussten deshalb rund fünf Prozent der deutschen Stromproduktion abgeregelt werden, was Kosten in Milliardenhöhe verursachte.

Um das Netz entlasten und regulieren zu können, wird marktdienliches Verhalten zukünftig zur Pflicht: Wer keine Direktvermarktung betreibt, verliert den Anspruch auf gesetzliche Einspeisevergütung. Reine PV-Einspeisung ohne steuerbare Flexibilität wird damit wirtschaftlich immer unattraktiver. Kiwigrid stellt hierfür die Basis bereit, auf der Energieversorger Direkt- und Flexibilitätsvermarktung ab dem 01.01.2027 für ihre Endkund:innen produktiv anbieten können.

Kiwigrids Antwort: Offene VPP-Infrastruktur ohne Anbieterabhängigkeit, speziell für lokale Kooperationen zwischen Installateuren und Energieversorgern

Die Plattform soll in Zukunft mit Zustimmung der Anlagenbetreiber die automatisierte Vermarktung als Teil der ganzheitlichen Optimierung dezentraler Energieanlagen übernehmen. Entscheidend ist dabei, dass es sich um ein herstelleroffenes System handelt und Endkund:innen nicht an einen bestimmten Messstellenbetreiber, einen bestimmten Stromanbieter oder ein bestimmtes Geräte-Ökosystem gebunden werden.

Energieversorger und Installationsunternehmen, die eigene Flexibilitätsdienste anbieten wollen, müssen dafür keine eigene Technologie aufbauen, sondern können Kiwigrids Plattform zukünftig als technische Infrastruktur nutzen. Kiwigrids Kunden erhalten damit die Möglichkeit, eigene Tariflösungen für Endkund:innen anzubieten und diese anderen Kunden bei Interesse zur Verfügung zu stellen. Besonders Kooperationen zwischen lokalen Installateuren und Stadtwerken können dabei unkompliziert realisiert werden.

„Die Energiewende braucht Flexibilität – und echte Flexibilität braucht offene Systeme. Mit unserer VPP-Plattform schaffen wir die Infrastruktur, auf der Installateure, Stadtwerke und Energiedienstleister die Flexibilitätsmärkte von morgen gemeinsam erschließen können“,

Jan Lehmann, Vice President Strategy bei Kiwigrid

Starke Ausgangsbasis und europäischer Ansatz

100.000 Energy Manager bilden die Basis für den Aufbau von Kiwigrids VPP-Plattform. Kiwigrid entwickelt, betreibt und vertreibt seine Plattform in Europa. Für Partner soll das eine verlässliche Grundlage schaffen, die Anforderungen an Datensicherheit und regulatorische Compliance erfüllt. Die neuen Anforderungsprofile des BSI, des CPS, etwa CPS Security beziehungsweise CPSSEC, sowie NIS 2 zeigen, wie stark die Normung in diesem Bereich voranschreitet.

Mit der Erweiterung der Energy-IoT-Plattform zu einem virtuellen Kraftwerk rückt Kiwigrid näher an den Energiemarkt. Die Plattform verbindet Versorger, Installateure und Gerätehersteller. Damit soll sie künftig auch zur Sicherung der Netzstabilität beitragen.

Kiwigrid wird die neue VPP-Plattformstrategie auf der EM POWER vom 23.-25.06.2026 in München am Stand B5.575 in Halle 5 vorstellen. Das Unternehmen lädt Installateure, Stadtwerke und Partner zur Zusammenarbeit ein.

 

Über Kiwigrid

Kiwigrid ist ein deutscher Technologieanbieter für intelligentes Energiemanagement. Die Hard- und Softwarelösung ermöglicht Kiwigrids Kunden, komplexe Energiesysteme einfach zu installieren und den Energieverbrauch in Gebäuden markt- & netzdienlich zu optimieren. Kiwigrids “Energy Manager” sind bereits in zehntausenden Gebäuden im Einsatz und sorgen dort für die nahtlose Integration und intelligente Optimierung von Energieerzeugern und -verbrauchern über sämtliche Energiebereiche hinweg (PV, Speicherung, E-Mobilität, Wärme und dynamische Tarife). Ergänzend bietet Kiwigrid mit der IoT-Plattform KiwiOS Großkunden eine Basis, um eigene Apps zur Steuerung dezentraler Energie für ihre Endkund:innen aufzubauen.

Das 2011 gegründete Unternehmen ist in Dresden ansässig und beschäftigt mehr als 160 Mitarbeiter:innen. Mit über zehn Jahren Produktion, Entwicklung und Betrieb in Deutschland ist Kiwigrid zuverlässiger Energiemanagement-Partner unter anderem von Solarwatt, EKD, EWE, Tibber und SpotMyEnergy.

Pressekontakt

Kiwigrid GmbH
Sarah Reichelt, Principal Marketing Manager
E-mail: sarah.reichelt@kiwigrid.com