Neue Energy-Tech-Einheit bündelt alle Technologiekompetenzen unter einem Dach
Enpal erwartet für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von mehr als 600 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet Enpal mit einem Umsatz von mehr als 1,3 Mrd. Euro (2025: 1,1 Mrd. Euro). Für künftiges Wachstum hat der Vorstand seine langfristige Strategie präzisiert und richtet das Unternehmen auf ein klares Ziel aus: Der führende One-Stop-Shop für Energieunabhängigkeit in Europa zu werden.
Dafür investiert Enpal in den Ausbau seiner technologiegestützten Plattform und in tiefere Kunden- und Partnerbeziehungen. Ziel des Unternehmens ist es zum einen, Privat- und Gewerbekunden sämtliche Elektrifizierungslösungen aus einer Hand anzubieten. Zum anderen ermöglicht Enpal künftig anderen Marktteilnehmern, auf seine in der Branche einzigartige operative Infrastruktur zurückzugreifen und damit gemeinsam schneller zu wachsen.
„Wir arbeiten in Zukunft noch intensiver daran, Enpal zu dem Partner für alle zu machen, die Europa von geopolitischen Wirren, steigenden Preisen und fossilen Energieträgern unabhängig machen wollen. Unseren Partnern ermöglichen wir schneller, einfacher und effektiver ihre Kunden zufriedenzustellen. Wir sind überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, Deutschland und Europa energieunabhängig zu machen.“
Enpal-Gründer und CEO Mario Kohle
Für die Umsetzung kommen zwei neu-gebildeten Einheiten Schlüsselrollen zu:
1. Enpal bündelt seine wachstumsstarken Energy-Tech-Aktivitäten in einer neuen Einheit. Dazu gehören das KI-Unternehmen Flexa, die bestehende IoT- und HEMS-Plattform Enpal.One sowie die Tochter Enpal Energy mit eigenem Stromtarif. Auch die Smart-Meter-Tochter Metrify gehört dazu, die bis 2030 2,5 Millionen Smart Meter in Deutschland verbauen möchte. Mit dieser Plattform erschließt Enpal künftig weitere Marktanteile. So werden der Stromtarif und das Virtuelle Kraftwerk (VPP) künftig auch Haushalten angeboten, die keine Enpal-Anlage besitzen. Bis 2030 sollen so 500.000 Haushalte nachgerüstet und aus der festen Einspeisevergütung in eine intelligentere Vermarktung („Direktvermarktung“) ihres Solarstroms überführt werden. In einem nächsten Schritt wird Enpal diese Lösungen auch für Gewerbekunden, Großspeicherbetreiber und Hardware-Hersteller öffnen.
KI-native Betriebssoftware Hyperion
Neuester Baustein von Enpals neuer Energy-Tech-Einheit ist die KI-native Betriebssoftware Hyperion, die in Partnerschaft mit Anthropic entwickelt wurde. Sie vereint Abrechnung, Kundenservice und Marktkommunikation in einem System und automatisiert zentrale Prozesse im Energiemarkt. Die Software wird bereits innerhalb der Enpal-Gruppe ausgerollt und soll künftig auch Dritten angeboten werden.
„Wir schaffen ein schlagkräftiges KI-Powerhouse, um neue Lösungen für unsere Kunden deutlich schneller zur Marktreife zu bringen und über Geschäftsbereiche hinweg integrierte Lösungen zu schaffen. Was wir zunächst für unser eigenes Wachstum entwickeln, können wir künftig auch Partnern in der Energiebranche zur Verfügung stellen.“
Benjamin Merle-Oberheide, Chief Product Officer bei Enpal, der die Leitung der neuen Einheit übernimmt.
Operations-as-a-Service
2. Neben der Energy-Tech-Einheit etabliert sich die einzigartige operative Infrastruktur als zweite tragende Wachstumssäule der Enpal-Gruppe. Aufbauend auf der bereits begonnenen Marktöffnung bündelt Enpal diese Kompetenzen nun in einer eigenständigen Operations-as-a-Service-Organisation und erschließt so zusätzliche Wachstumspotenziale.
Das Angebot der neuen Organisation richtet sich an Unternehmen, die dezentrale Energielösungen vertreiben oder in ihr Portfolio aufnehmen möchten, ohne dafür eigene operative Strukturen aufbauen zu müssen. Enpal übernimmt dabei die gesamte Wertschöpfungskette – von Planung, Einkauf und Logistik über Installation und Inbetriebnahme bis hin zu Service, Wartung und Nachsorge. Das Angebot kann flexibel mit den Technologie-Produkten der Enpal-Gruppe kombiniert werden. So können Partner von Enpal ihren Kunden vom ersten Tag an ein umfassendes Rundum-Sorglos-Paket anbieten und sich so besser auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren.
„Viele Unternehmen unserer Branche scheitern nicht an der Nachfrage, sondern an der operativen Komplexität und der Skalierung. Wir haben in den vergangenen Jahren eine einzigartige operative Infrastruktur gebaut, die wir jetzt nicht nur für Enpal nutzen, sondern auch dem Markt anbieten. Unser Ziel ist es, dass sich in Deutschland und Europa viel mehr Haushalte unabhängiger machen und noch schneller verlässlich mit günstiger und sauberer Energie versorgen können“
Simon Harske, neuer Chief Operations Officer
Der bisherige Leiter der Wärmepumpensparte wird die neue Operations-as-a-Service-Organisation leiten.
Drei weitere Personen an der Spitze
Um die eingeschlagene Wachstumsstrategie zu unterstützen, hat Enpal drei weitere Führungskräfte neu bestellt.
Enpal Energy Geschäftsführer Moritz Hubel übernimmt die Leitung des Tech-Teams. Hubel, unter dessen Leitung bereits die neue Software Hyperion entwickelt wurde, verantwortet die Technologie-Strategie des Unternehmens und deren Umsetzung. Ein Schwerpunkt des 350-köpfigen Tech-Teams liegt darauf, mit generativer Künstlicher Intelligenz eigene Softwareentwicklungen unter anderem zur Steuerung dezentraler Energiesysteme voranzutreiben. In Partnerschaft mit führenden KI-Häusern wie Anthropic und OpenAI gehört Enpal damit zu den Energieunternehmen in Europa, die generative KI am konsequentesten in Produkt und Betrieb verankern.
Benjamin Hannemann-Zagel wurde zum Chief Growth Officer berufen und verantwortet die gesamten Marketing-Aktivitäten auf Gruppen-Ebene. Die neu geschaffene Position des Chief Commercial Officer hat Enpal mit dem bisherigen Leiter des Partner-Vertriebs, Lukas Pauly, besetzt. Er verstärkt das Team um Chief Sales Officer Stephan Rink. Unter ihrer Führung werden Enpals Marketing und Vertriebsabteilungen noch enger zusammenarbeiten, um die bestmögliche Kundenerfahrung zu schaffen.
„Ich freue mich sehr, Moritz, Benjamin und Lukas im Führungskreis willkommen zu heißen. Alle drei sind Experten mit einer herausragenden Erfolgsbilanz in ihren jeweiligen Fachgebieten, und werden uns helfen, unsere Strategie umzusetzen.“
Mario Kohle.




