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Smart Meter light: Branche ist uneins

das Reformpaket der Bundesregierung enthält auch Vorhaben zum Smart-Meter-Rollout
Das Reformpaket der Bundesregierung enthält auch Vorhaben zum Smart-Meter-Rollout. Darunter der Smart Meter light. (Bild: © krisana/AdobeStock)

Smart Meter light: Diskussionen starten erneut

Die Bundesregierung will den Smart-Meter-Rollout beschleunigen und dafür auch einen sogenannten Smart Meter light einführen. Die Reaktionen aus der Branche fallen unterschiedlich aus. Während Octopus Energy die geplante Lösung begrüßt und darin einen Weg sieht, mehr Verbrauchern Zugang zu digitalen Messdaten und flexiblen Stromtarifen zu ermöglichen, äußern EMH metering und der ZVEI Kritik. Sie verweisen auf bestehende technische Ansätze beziehungsweise warnen vor zusätzlichen Doppelstrukturen.

energie.blog dokumentiert die bisherigen Stimmen im Wortlaut:

Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany:

„Die Einführung eines Smart Meter Lights ist eine großartige Nachricht für die Energiewende und für Millionen Stromkundinnen und -kunden. Zusammen mit dem Aufbau einer zentralen Datenplattform und dem Ziel, bis 2030 mehr als 90 Prozent aller relevanten Messstellen mit Smart Metern auszustatten, stellt die Koalition die richtigen Weichen für ein Energiesystem der Zukunft und für eine faire Energiewende. Damit können alle Menschen in Deutschland ein aktiver Teil der Energiewende werden und von günstigem Sonnen- und Windstrom profitieren.
Das Konzept eines Smart Meter Lights treiben wir bei Octopus Energy seit längerem voran. Umso mehr freuen wir uns, dass der Impuls von der Regierung aufgegriffen wurde.

Denn nur mit digitalen Zählern und transparenten Daten können alle Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Stromverbrauch flexibel steuern, günstigere Strompreise nutzen und dabei bares Geld sparen. Das ist gut für die Menschen, gut für die Netze und genau der Schub, den die Energiewende braucht. Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen schnell umzusetzen.“

Peter Heuell, Geschäftsführer von EMH metering

„Wir begrüßen, dass die Bundesregierung ihren Kurs für einen beschleunigten Smart-Meter-Rollout bekräftigt. Jetzt sollte sie den nächsten Schritt gehen und beantworten, wie der Weg zu einem vollständigen Smart-Meter-Rollout in Deutschland aussehen soll. Umso überraschender ist, dass das Koalitionspapier einen Smart Meter Light als Option nennt. Dabei steht bereits eine Lösung zur Verfügung, die einen flächendeckenden Rollout wirtschaftlich, cybersicher und praxistauglich ermöglicht: die Anbindung mehrerer Zähler an ein Smart Meter Gateway (1:n). Mit diesem Ansatz lassen sich auch Haushalte ohne Pflichteinbaufall kostengünstig und cybersicher in den Rollout einbinden – auf Basis der bestehenden Standards.“

Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung

„Es war überfällig, dass die Bundesregierung den Reform-Knoten durchschlagen hat. Mit der angekündigten konsequenten Förderung von Zukunftstechnologien entscheidet sich die Koalition richtig für die Entfesselung neuer Potenziale statt Bestehendes zu bewahren. Bei dem Fokus auf neue Technologien muss sie insbesondere die Tech-, Elektro- und Digitalindustrie in den Blick nehmen. Dort liegen mit Batterien, Mikroelektronik, Rechenzentren, Clean-Tech und Elektrifizierung große Wachstums- und Zukunftspotenziale unserer Wirtschaft und des Landes. Zusätzlicher Rückenwind für diese Wachstumstreiber wird schnell Wirkung zeigen.“

„Die gezielte Beschleunigung von Erneuerung, Ausbau und Digitalisierung der Stromverteilnetze ist zentral für einen starken Wirtschaftsstandort. Die Bundesregierung sendet damit das richtige Signal. Ebenso setzt sie mit dem beschleunigten Rollout-Pfad für Smart-Meter das richtige Zeichen für mehr Steuerbarkeit und Flexibilisierung. Die Einführung von Smart Meter light führt aber leider zu unnötigen Doppelstrukturen.“

 

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