Kooperationen beschleunigen Smart-Meter-Rollout
Der Rollout intelligenter Messsysteme in Deutschland gewinnt weiter an Dynamik. Aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur zum Stichtag 31. Dezember 2025 zeigen: Der Gesamtmarkt hat mit einer Rolloutquote von 23 Prozent einen deutlichen Fortschritt erzielt (2024: 14 Prozent). Gleichzeitig wird je-doch eine starke Spreizung sichtbar – insbesondere kleinere Messstellenbetreiber bleiben hinter den großen Akteuren zurück. Ein differenzierter Blick auf die Marktentwicklung offenbart: Zwar haben rund 35 Prozent der Messstellenbetreiber die gesetzlich relevante 20-Prozent-Marke erreicht oder überschritten, jedoch liegen viele Unternehmen weiterhin deutlich da-runter. So bewegen sich 23 Prozent im Bereich zwischen 10 und 20 Prozent, während rund 21 Prozent sogar unterhalb von 10 Prozent bleiben. Zudem hatten acht Prozent der Messstellenbetreiber zum Jahresende 2025 noch kein einziges Smart Meter Gateway verbaut.
smartOPTIMO-Netzwerk setzt Maßstäbe im Marktvergleich
Deutlich über dem Marktdurchschnitt positioniert sich das smartOPTIMO-Netzwerk. Mit einer durchschnittlichen Rolloutquote von 20 Prozent liegt es rund vier Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Messstellenbetreiber. Besonders bemerkenswert: 55 Prozent der Stadtwerke aus dem Verbund haben die 20-Prozent-Hürde bereits erreicht – weitere 26 Prozent stehen kurz davor. Ein wesentliches Ergebnis: Kein einziger Messstellenbetreiber im smartOPTIMO-Netzwerk weist eine Rolloutquote von null auf.
Kooperation gleicht strukturelle Nachteile aus
Die Zahlen verdeutlichen zudem einen klaren Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Rollout-Fortschritt: Große Messstellenbetreiber erreichen im Schnitt deutlich höhere Quoten als kleinere. Während große Akteure mit mehr als 500.000 Messlokationen auf über 27 Prozent kommen, liegen kleine Unternehmen mit weniger als 30.000 Messlokationen im Gesamtmarkt bei lediglich 15 Prozent.
Im smartOPTIMO-Netzwerk zeigt sich jedoch ein anderes Bild:
Auch kleinere Messstellenbetreiber erreichen hier durchschnittlich 20 Prozent – und damit Werte auf dem Niveau mittlerer und großer Unternehmen. In allen Größenklassen übertrifft das Netzwerk den Gesamtmarkt, wobei der Vorsprung bei kleineren Unternehmen besonders ausgeprägt ist.
Gemeinsame Infrastruktur als Erfolgsfaktor
Der Vorsprung ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines konsequent kooperativen Ansatzes. smartOPTIMO-Netzwerkpartner profitieren von:
- Skalierbaren IT-Systemen im Bereich Gateway-Administration, CLS-Management und technischer Betriebsführung
- Standardisierten Prozessen
- Passgenauen Beratungsangeboten, z. B. im Bereich Rollout-Beratung und Projektmanagement
- Effizienten Know-how Aufbau durch intensiven Erfahrungsaustausch im Netzwerk
Dieser Ansatz ermöglicht es insbesondere kleineren Stadtwerken, Ressourcen effizient zu bündeln und den Rollout strukturiert voranzutreiben.
Meilenstein erreicht: 100.000 intelligente Messsysteme
Im Frühjahr 2026 hat das smartOPTIMO-Netzwerk zudem einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Mehr als 100.000 intelligente Messsysteme sind inzwischen im Einsatz. Über die Hälfte der angeschlossenen Messstellenbetreiber betreibt bereits mehr als 1.000 Systeme produktiv.
Kooperation als Schlüssel zum Erfolg
Der Smart-Meter-Rollout bleibt eine langfristige Herausforderung – insbesondere für kleine und mittlere Stadtwerke. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch deutlich: Durch Kooperation lassen sich strukturelle Nachteile messbar reduzieren.
Das smartOPTIMO-Netzwerk beweist, dass gemeinschaftliche Ansätze nicht nur Effizienzgewinne ermöglichen, sondern auch zu einem beschleunigten Rollout beitragen – und damit einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Energie-wende leisten.
Gleichzeitig richtet smartOPTIMO den Blick nach vorn: Im Fokus stehen die Stei-gerung der Wirtschaftlichkeit durch effiziente, standardisierte Prozesse und ska-lierbare Lösungen wie das 1:n-Metering, an denen smartOPTIMO gemeinsam mit peerMetering arbeitet. Parallel dazu werden kooperative Modelle im Steuerrollout und CLS-Management weiter ausgebaut, von dem insbesondere kleinere und mittlere Stadtwerke profitieren werden.




