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Wettbewerbsfaktor End-to-End-Verantwortung
Im Spannungsfeld zwischen stabilem Betrieb und notwendiger Innovation steigt der Druck auf Stadtwerke und Energieversorger. Regulatorische Anforderungen müssen erfüllt, Prozesse abgesichert und Organisationen zugleich zukunftsfähig ausgerichtet werden. Mit dem KI-Assistenten GY:PT erweitert und ergänzt die Wilken Software Group die Lösungsplattform GY technologisch, um operative Stabilität zu sichern, Kunden und deren Fachbereiche gezielt zu entlasten und Innovation systematisch in durchgängig konzipierte Prozesse zu integrieren.
KI als elementarer Bestandteil der Plattformstrategie
Mit der Lösungsplattform GY verfolgt Wilken einen klaren strategischen Anspruch. „KI entscheidet künftig maßgeblich über Wettbewerbsfähigkeit in der Energiewirtschaft“, so Mark Bulmahn, Chief Innovation Officer der Wilken Software Group. „Dabei gilt: KI entfaltet ihren vollen Nutzen nur, wenn sie entlang der Prozesskette orchestriert wird – wenn klar ist, welcher Outcome das Ziel ist und – ganz wichtig – wenn klar ist, wer die End-to-End-Verantwortung trägt. Architektur und Organisation spielen hier eng zusammen.“ In der Lösungsplattform GY endet Prozessverantwortung daher nicht an Systemgrenzen. Wilken verantwortet das integrierte Zusammenspiel im gesamten Plattform-Ökosystem – mit klarer Governance für Integration, Partnerlösungen und Services einschließlich KI.
Plug-and-Play-KI: schlüsselfertig und zentral bereitgestellt
Die Funktionen des KI-Assistenten GY:PT werden zentral über die Lösungsplattform bereitgestellt – schlüsselfertig, wartungsarm und einheitlich über alle relevanten Plattformbereiche hinweg nutzbar. Plug-and-Play statt langwieriger Einführungsprojekte sorgt dafür, dass Kunden ohne zusätzliche Komplexität von KI-Unterstützung profitieren. Gleichzeitig bleibt der Mensch stets in der Verantwortung: KI schlägt vor, der Mensch entscheidet. Alle KI-Aktivitäten sind transparent und nachvollziehbar dokumentiert.
Wirksame und schnelle Unterstützung im operativen Alltag
In der aktuellen Ausbaustufe fokussiert sich GY:PT auf Assistenz- und Selbsthilfe-Funktionen. Entweder als Standalone-Assistent oder integriert in die Lösungen GY und ENER:GY. Ziel in diesem Schritt ist es, typische energiewirtschaftliche Fachfragen zu beantworten, sobald sie entstehen – etwa bei Fehlermeldungen, Prozessfragen oder der Einordnung regulatorischer Anforderungen. Mitarbeitende erhalten konkrete Handlungsempfehlungen, ohne aufwändige Recherchen oder Support-Tickets.
Von Assistenz zur aktiven Prozessunterstützung
Auf der Fachmesse E-world im Februar zeigte Wilken außerdem, wie GY:PT schrittweise über reine Assistenzfunktionen hinaus weiterentwickelt wird: So wird KI stärker in operative Abläufe eingebunden und in die Lage versetzt, nicht nur Hinweise zu geben, sondern Prozesse aktiv vorzubereiten, zu begleiten und durch Agentic AI zunehmend zu automatisieren. Dazu zählen beispielsweise die kontextbezogene Unterstützung bei wiederkehrenden fachlichen Entscheidungen, das frühzeitige Erkennen von Abweichungen oder das Vorschlagen geeigneter Maßnahmen.
In den weiteren Ausbaustufen entwickelt sich GY:PT schrittweise vom wissensbasierten Assistenten zur Entscheidungs- und Analyseunterstützung. In einem nächsten Schritt unterstützt GY:PT Fachbereiche dabei, datenbasierte Einschätzungen zu treffen – etwa durch strukturierte Analysen,
Vergleichsrechnungen oder die Bewertung alternativer Handlungsoptionen. Perspektivisch lassen sich darauf aufbauend Prognosen und Simulationen ermöglichen, beispielsweise zur Abschätzung von Kundenabwanderungsrisiken – und ob diese etwa durch Portfolioanpassungen abgewendet werden können – oder zur Wirkung von Preis- und Tarifänderungen. Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen schneller bereitzustellen und Fachbereiche sowohl im operativen Tagesgeschäft als auch bei strategischen Fragestellungen zu entlasten.
Blick in die Praxis: Schrittweise KI-Entwicklung mit klarem Fokus auf Praxisnutzen
Am Beispiel der in der Energiewirtschaft üblichen Wiederverkäuferbescheinigung wird deutlich, wie GY:PT Prozesse End-to-End unterstützt – von der Analyse bis zur Umsetzung.
In der aktuellen Ausbaustufe prüft GY:PT automatisiert, ob relevante Stammdaten – etwa die Klassifikation als Wiederverkäufer oder die Gültigkeit einer Bescheinigung – korrekt im System hinterlegt sind. Grundlage sind hinterlegte Diagnoseinformationen und strukturierte Wissensquellen.
Fehlt eine gültige Bescheinigung, kann die nächste Ausbaustufe diese über Agentic AI eigenständig anfordern. Ein Szenario, das bereits auf der E-world demonstriert wurde.
Perspektivisch unterstützt GY:PT darüber hinaus die weitere Verarbeitung im System: Angeforderte Daten lassen sich automatisiert prüfen und systemseitig ergänzen. Der Prozess reicht damit von der Identifikation einer Lücke bis zur strukturierten Behebung.
Alle Ausbaustufen werden bewusst schrittweise umgesetzt und gemeinsam mit Pilotkunden erprobt.



![]Auf der E-world energy and water präsentiert die Wilken Software Group erstmals die Wilken Lösungsplattform.](https://energie.blog/wp-content/uploads/2025/12/wilken-e-world-2025-pr-400x300.jpg)
