EMH liefert erstes Hyper- und Megawattcharger-Testsystem (MCS) an Alpitronic in Bozen
Nach der kürzlich erfolgten Markteinführung der kompakten Prüflösung PTS 3.1 genX DC hat die EMH Energie-Messtechnik GmbH jetzt gleich das erste kombinierte Hypercharger-Testsystem vom Typ PTS 3.1 genX DC MCS ausgeliefert. Der im italienischen Bozen angesiedelte Ladesäulen-Hersteller Alpitronic nutzt die weltweit einzigartige Technologie künftig für die eichrechtskonforme Prüfung neuer Ladeinfrastruktur bis 1MW (sogenanntes MCS – Megawatt Charging System).
Simulation der abgegebenen Leistung
Im Unterschied zu klassischen Testsystemen für Anwendungen in der E-Mobilität, benötigt das PTS 3.1 genX DC MCS als Prüflast keinen integrierten Batteriespeicher. Oder der große Lüftereinrichtungen, die die elektrische Energie in Form von Wärme an die Umgebung abgeben, sondern es simuliert die von einer DC-Ladesäule abgegebene Leistung mit Hilfe sogenannter Phantomlast.
Die Grundlage dafür bietet die neue Norm DIN VDE V 0122-2-100, in der die Hard- und Softwareanbindung solcher Prüfmittel an moderne elektrische Ladeinfrastruktur beschrieben ist. Im Ergebnis der dadurch erzielten Gewichtseinsparung konnte EMH ein neuartiges System realisieren. Dieses macht die mobile und eichrechtskonforme Prüfung von Ladesäulen mit DC-Leistungen von bis zu 3MW auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten möglich. Alternativ kann das PTS 3.1genX DC MCS ebenfalls für die werksinterne Abnahmeprüfung neuer Ladestationen verwendet werden.

Das PTS 3.1 genX DC MCS simuliert die von einer DC-Ladesäule abgegebene Leistung mit Hilfe sogenannter Phantomlast.
Reserven für künftige Generationen
Das aktuelle Produktportfolio von Alpitronic umfasst DC-Schnellladesäulen, die Leistungen von 50 bis 400 kW bieten. Diese sind nach kundenspezifischen Vorgaben modular konfigurierbar sind. Seit 2025 bietet Alpitronic zudem das dezentrale Ladesystem HYC1000 an. An diesem können sowohl über CCS- als auch MCS-Standard mit bis zu 1 MW geladen werden. Das Megawatt-Ladesystem eignet sich insbesondere für schwere Elektro-Lkw und -Busse. Es kann jedoch je nach Modifikation ebenso für das Schnellladen von E-Autos eingesetzt werden.
In der Standardversion auf Prüflasten bis 600 kW ausgelegt, kann das an Alpitronic gelieferte Testsystem auch im Bereich Megawatt-Charging (MCS) mit Leistungen bis zu 1.500 V / 2.000 A / 3 MW DC eingesetzt werden.
„Die für Alpitronic maßgeschneiderte Lösung bietet ausreichend Reserven, um damit auch die nächsten Generationen an noch leistungsstärkeren Hyperchargern prüfen zu können. Die Entscheidung von Alpitronic für den Einsatz unseres Systems belegt zugleich die Richtigkeit unserer Strategie, Neuentwicklungen von Anfang an mit Reserven für die Zukunft auszustatten“, so Schröder weiter.
Karsten Schröder, Geschäftsführer der EMH Energie-Messtechnik GmbH
