Teuer & marktverzerrend
Octopus Energy hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen die Kraftwerkspläne der Bundesregierung eingelegt. Bereits Ende letzten Jahres reagierte das Unternehmen damit auf die geplanten Subventionen für Gaskraftwerke.
Jetzt begrüßt Octopus Energy die Entscheidung der Kommission, die Kapazität der direkt geförderten Gaskraftwerke auf 12 GW zu reduzieren, und fordert: Deutschland muss stärker auf die marktliche Integration von Flexibilität und Speichern statt auf Subventionen setzen.
Höhere Kosten für Endverbraucher:innen
Für Octopus Energy stehen dabei vor allem die Endverbraucherinnen und Endverbraucher im Fokus. Diese tragen die Kosten für neue Förderprogramme für Kraftwerke und würden dadurch stärker belastet.
„Die Reduktion auf 12 GW ist richtig. Allerdings setzt die Bundesregierung weiter einseitig auf Subventionen für konventionelle Kraftwerke, deshalb haben wir dagegen Beschwerde eingelegt. Hier verlässt man sich wieder darauf, neue Herausforderungen mit den Werkzeugen aus dem letzten Jahrhundert zu lösen. Das ist möglich, aber teuer. Und genau diese Kosten tragen am Ende wieder die Verbraucherinnen und Verbraucher, die heute schon einen der teuersten Strompreise Europas schultern müssen. Das ist unverantwortlich. Mit der Beschwerde stellen wir uns nicht gegen Gaskraftwerke, sondern gegen marktverzerrende Subventionen auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher.”
Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany
Beispiel Großbritannien
In Großbritannien aggregiert Octopus Energy heute allein aus privaten Haushalten bereits mehr als 2,5 Gigawatt an flexibler Kapazität und kann diese deutlich günstiger zur Verfügung stellen, als vergleichbare Gaskraftwerke. Davon profitieren beteiligte Kund*innen und die Netzstabilität.
In der geplanten Kraftwerksstrategie und dem Kapazitätsmarkt werden solche Lösungen jedoch benachteiligt. Deshalb spricht sich Octopus Energy für die Einführung einer Absicherungspflicht, bei der technologieoffen und marktwirtschaftliche Anreize geschaffen werden, ausreichend Kapazitäten vorzuhalten. Das ist deutlich effizienter und spart Kosten für Verbraucher*innen.




